Ringen Baustellen sind geschlossen

Todtnau-Notschrei - Die gesperrte Brücke in Todtnau auf der L126 hinauf zum Notschrei war die einzige Baustelle, die DRB-Bundesligist RG Hausen-Zell bei der Vorstellung des Kaders etwas zu schaffen machte. Was den Kader anbelangt, ist dagegen alles in Butter. „Alle Baustellen haben wir geschlossen“, strahlte der Sportliche Leiter Ralf Wagner. „Die Löcher konnten wir mit unseren Wunschlösungen stopfen.“

Das Nordic Center auf dem Notschrei, nicht der schlechteste Ort bei den hochsommerlichen Temperaturen in diesen Tagen, war die Bühne für Wagner und die beiden RG-Coaches Florian Hassler und Adrian „Bubi“ Recorean.

Für sie steht fest: Mit diesem Kader hat man einen Volltreffer gelandet. Dort, wo sonst Langläufer oder auch Biathleten im Winter ihre Runden drehen und Letztere die kleinen Scheiben ins Visier nehmen, konnte die RG guten Mutes den Klassenerhalt in der Beletage des Ringsports als Zielsetzung ausrufen.

Mit einem Durchschnittsalter von 25,29 Jahren verfügt man über eine junge Truppe, die im zweiten Jahr nach dem Aufstieg bei den eigenen Fans wieder für Begeisterungsstürme sorgen soll. 20 Griffkünstler umfasst der Kader. Zwölf Deutsche und acht Rumänen stehen den Trainern zur Verfügung. „Unsere Philosophie, möglichst viele eigene Ringer einsetzen, werden wir weiter verfolgen. Dennoch benötigen wir auch Verstärkung von außen. Und wir sind stolz, solche Ausnahmesportler in unseren Reihen zu haben“, betonte Wagner.

So dürfen sich die Fans wieder auf den Nationalmannschaftsringer Florian Neumaier freuen, der derzeit bei den European Games auf die Matte geht. Mit Leon Gerstenberger geht zur neuen Runde „eines der größten Talente Deutschlands“ für die Schwanenstädter auf die Matte. Auch Eigengewächs Oli Hassler, Vizeweltmeister von 2014, hat nochmals für ein Jahr zugesagt.

Das gilt auch für „unseren Opa“, wie Wagner Adrian Recorean bezeichnete. Mit seinen 42 Lenzen auf dem Buckel ist der Rumäne immer noch nicht unterzukriegen. Im Gegenteil. „Der trainiert jeden Tag, der ist immer on fire“, lachte Wagner. Doch ist Recorean nicht nur eine wichtige Teamstütze, er ist auch Freistilcoach des Vereins, für den er seit 20 Jahren auf die Matte geht, und sozusagen der Herbergsvater für die Ringer aus seinem Heimatland. „Wir haben einen guten Draht zu den Jungs, wir sind sehr zufrieden mit ihnen. Auch die Mentalität passt zu uns“, meinte Wagner, der mit Last Minute-Transfer Alexandru Solomon, Zurab Kapraev und Razvan-Marian Kovacs gleich drei Neuzugänge aus Südosteuropa präsentieren konnte. Auch Arkadiusz Böhm hat sich der RG angeschlossen. Die Eigengewächse Luca Zeh, Manuel Kiefer und David Affutu-Nartey haben ebenfalls eine Lizenz unterschrieben.

Damit hat Hausen-Zell den Kader breiter aufgestellt und auf die Abgänge von Gergö Wöller (Verletzung), Laszlo Szabolcs (Beruf), Benny Vogt (zur WKG Weitenau-Wieslet), Vladislav Wagner (zum ASV Schorndorf) reagiert. „So etwas wie vergangene Saison im Derby in Adelhausen darf uns nicht mehr passieren“, erklärte Wagner.

Aber auch die Mannschaft hinter der Mannschaft erhält Verstärkung. Neben zwei Physiotherapeuten aus der Rennbahnklinik Muttenz wird auch Sportpsychologe Rainer Kiefer, seines Zeichens DSV-Bundesstützpunktkoordinator in der Arena auf dem Notschrei, zum Team gehören und neue Impulse neben Technik- und Konditionstraining bringen.

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