Ringen, Bundesliga Zukunft der Struktur ist noch offen

Rolf Rombach
Ein volles Haus war zuletzt beim TuS Adelhausen nicht mehr obligatorisch. Mit dem Gang in Liga zwei soll das wieder besser werden. Foto: Rolf Rombach

Während die Ringer des TuS Adelhausen an diesem Wochenende in der West-Gruppe der ersten Bundesliga pausieren, ist noch offen, gegen welche Teams es im kommenden Jahr gehen wird.

Bevor der TuS Adelhausen am 16. Dezember beim ASV Urloffen zum vorerst letzten Mal auf die Erstliga-Ringermatte geht, genießt die Dinkelbergstaffel ein freies Wochenende. In der Westgruppe der Liga stehen der KSV Köllerbach, der ASV Mainz, die Red Devils Heilbronn und Aufsteiger KSK Neuss bereits als Endrundenteilnehmer fest. Der Gruppensieg wird indes erst mit dem letzten Kampftag geklärt sein. In der Ostgruppe fehlt dem SV Burghausen noch ein Sieg aus zwei Kämpfen, um vor dem SC Kleinostheim zu laden. Ebenfalls qualifiziert sind der ASV Schorndorf und der KSC Hösbach.

Die Paarungen für die Viertelfinalbegegnungen, die am 23. und 30. Dezember stattfinden, werden am 16. Dezember ausgelost. Die Halbfinal- und Finalbegegnungen sind an den Samstagen oder Sonntagen im Januar 2024 angesetzt.

Zusammensetzung der zweiten Bundesliga unklar

Nach der Erklärung des TuS Adelhausen ist dessen Weg in die Zweite Bundesliga angestrebt (wir berichteten). Doch welche Gegner dort warten werden, ist noch unklar. Denn der Deutsche Ringerbund (DRB) strebte zu Jahresbeginn für die Saison 2024 eine dreigliedrige zweite Liga mit bis zu 21 Mannschaften an. Aus gut unterrichteten Kreisen ist allerdings zu vernehmen, dass die angestrebte Dreiteilung in die Ligen Süd, Mitte und Nord mangels Interesse der Vereine scheitern könnte.

Aufstiegsrecht ja, Aufstiegspflicht nein

Aus den sieben gesamtdeutschen Ligen unter der zweiten Liga haben die Meister und Vizemeister ein Aufstiegsrecht, aber im Vergleich zu den Vorjahren keine Aufstiegspflicht. Die aktuellen Staffeln bestehen aus jeweils acht Teams, wovon die Letzten absteigen, die Ersten aber nicht aufsteigen müssen. So erklärte die RG Lahr, aktuell Zweiter der Regionalliga Baden-Württemberg, das Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen zu wollen, sollte der Aufsteiger zum Saisonende auf einem der ersten beiden Ränge liegen. „Unser junges Team soll erst in der Regionalliga weiter Fuß fassen“, erläutert der Verein die Beweggründe. Ähnlich könnte es bei den weiteren Vereinen sein, die unter anderem die Reisen außerhalb ihrer Bundesländer scheuen und daher in ihrer Ober- oder Regionalliga bleiben möchten.

Nur ein südbadisches Team erwartet den TuS

Während Ex-Meister SV Weingarten mit dem Durchmarsch von der Oberliga Nordbaden als Zweitliga-Meister im kommenden Jahr den Platz des TuS Adelhausen in der ersten Liga einnehmen wird, treffen die Adelhauser wieder auf alte Bekannte der vergangenen Jahre. Allerdings wird es lediglich mit der RKG Freiburg das einzige südbadische Duell geben. Aus Nordbaden haben die Kurpfälzer Löwen (ehemals KSV Schriesheim und ASV Ladenburg) den Klassenerhalt sicher. Die RKG Reilingen-Hockenheim und der SRC Viernheim hoffen noch, die Rote Laterne beim bayrischen SV Hallbergmoos zu belassen.

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