Ringen Coach Kiefer bleibt an Bord

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Mit dem Ausscheiden des TuS Adelhausen aus der Bundesliga-Endrunde endet für den letzten Bezirksverein die Ringersaison. Für Regionalligist RG Hausen-Zell, der 2019 als Schlusslicht der Bundesliga das Abstiegsrecht annahm, war 2021 ein kleiner Neuanfang in vielen Bereichen. Ralf Wagner von der Sportlichen Leitung stand unserer Zeitung für einen kleinen Rückblick zur Verfügung.

Zell im Wiesental (rom). Mit 16:8 Punkten belegten die Kombinierten aus dem Mittleren Wiesental den vierten Abschlussrang, wobei sie einen Kampf weniger hatten als die drittplatzierte WKG Weitenau-Wieslet (17:9). Für Ralf Wagner ist es kein Grund für Neid: „Unser Ziel war es, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Wir sind von Beginn an in der Tabelle weit oben gestanden. Damit hatten wir gar nicht gerechnet. Das war auch für uns sehr überraschend. Da hat man gemerkt, was man mit dem richtigen Teamspirit bewirken kann“, kommentiert er den Saisonauftakt, als die RG sich mit der KG Baienfurt-Ravensburg-Vogt die Tabellenspitze teilte. Mit einem Sieg mehr in der Endabrechnung wäre sogar der Vizemeistertitel und die damit verbundene Aufstiegsoption möglich gewesen. „Die Regionalliga ist super, so wie sie ist. Wir haben die Derbys mit Rheinfelden und der WKG. Es sind die Teams aufgestiegen, die wollten. Das passt.“

Eine traumhafte Vorrunde hatte der Bundesliga-Absteiger, der einige externe Ringer ziehen lassen musste und daher vermehrt wieder auf den eigenen Nachwuchs setzte. Dazu blieb Adrian Recorean trotz seiner inzwischen 45 Jahre weiterhin im Stammkader, der häufig noch von Ex-Vizeweltmeister Oliver Hassler ergänzt wurde. Die einzige Niederlage der Vorrunde gab es im seit Jahren nicht einnehmbaren Baienfurt klar mit 8:30 gegen den späteren Titelträger. Vizemeister Ladenburg wurde dafür mit 27:7 überaus klar in Nordbaden besiegt. Und auch die Bezirks-Derbys gingen verdient an die RG Hausen-Zell.

Starke Auftritte in der Vorrunde

Mit Ende der Vorrunde häuften sich dann die Ausfälle, weshalb die Begegnung gegen den KSV Hofstetten verschoben wurde. Gleich zum Auftakt der Rückrunde folgten entsprechend personell ausgedünnt eine 15:16-Niederlage gegen den KSV Schriesheim sowie das 13:14 im Derby bei der WKG Weitenau-Wieslet vor 450 Zuschauern in Höllstein und ein unglückliches 15:18 zuhause gegen den KSV Tennenbronn. Alle drei Begegnungen wurden in der Hinrunde von der RG gewonnen.

Nachwuchs auf dem Vormarsch

Doch in der Endabrechnung sieht Ralf Wagner das Gute an der zu zwei Dritteln durchgeführten Saison: Die positive Entwicklung zahlreicher Ringer. Beispielhaft nennt er da Luca Zeh und Maximilian Mond. Letzterer machte für die Vorrunde 14 Kilogramm Gewicht und präsentierte sich nach seiner Rückkehr vom KSV Tennenbronn als neue Greco-Stütze seines Heimatvereins im Mittel- und Halbschwergewicht.

Einziger Abgang ist derzeit Simon Günter, der bei der RG in der vergangenen Saison für das Weltergewicht vorgesehen war. Nahezu alle anderen Ringer haben beim Abschlussessen bereits für die neue Saison unterschrieben, wie Ralf Wagner berichtet. Ferner steht Sven Kiefer weiter als Cheftrainer zur Verfügung. „Das ist eine sehr gute Nachricht“.

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