Ringen Der TuS erfüllt seine Pflicht

Sehr ungewohnt: TuS-Ikone Ivo Angelov ungewohnt in Rückenlage. Nach einem Konter wird er doch tatsächlich von Alexandru Trandafir geschultert. Foto: Rolf Rombach

Nach 20 Monaten Pause hat gestern Nachmittag der langersehnte Bundesliga-Start des TuS Adelhausen in der Dinkelberghalle stattgefunden. Zum Teil irritiert von den nicht ganz neuen Corona-Regelungen kamen dennoch rund 200 Zuschauer. Seinen Einstand wollte er gewinnen, und das Team erfüllte diesen Wunsch. Mit 23:10 besiegte Adelhausen den AC Heusweiler.

Rheinfelden-Adelhausen (rom). „Sonntag und Sonnenschein, das hat vielleicht manche Menschen lieber an die frische Luft geführt“, mutmaßte der neue TuS-Trainer Florian Hassler.

Die, die da waren, sahen unter anderem einen spannenden Kampf unter Weltklasse-Athleten in der Klasse bis 98 Kilogramm, der dann doch abrupt zu Ende ging.

Die Freistil-Begegnung zwischen TuS-Neuzugang Sebastian Jezierzanski und Saba Chikhradze bekam nach einseitigem Beginn durch den TuS-Ringer dank eines Wurfs des Heusweilers etwas mehr Dynamik. Die Aktion wurde von Jezierzanski auf 6:4 gekontert, womit sich die Rage des Gästeringers erneut steigerte. Da er bereits wegen Reklamierens eine Verwarnung hatte, folgte nun die zweite Verwarnung. Unprofessioneller Weise beklatschte Chikhradze dies und erhielt postwendend die finale Verwarnung zur Disqualifikation durch Kampfrichter Jörg Jähnichen (RSC Gelenau).

Die wütenden Worte neben der Matte führten zu einer Roten Karte, welche neben einer finanziellen Strafe auch die Sperre zum nächsten Kampftag beinhaltet. Leidtragende sind die Verantwortlichen des AC Heusweiler, welche durchgehend, aber erfolglos versuchten, den Sportler zu bremsen. Ungeachtet dessen präsentierte sich Jezierzanski als Verstärkung für den TuS Adelhausen.

Mit zwei Aktions-Serien ging der TuS zunächst 8:0 in Führung. Neuzugang Levan Metreveli (57 kg-Freistil) sowie Felix Krafft (130 kg-Greco) packten in der Bodenlage ein Mal kräftig zu und beendeten das Duell mit einer Runde Durchdreher über die Matte zum Überlegenheitssieg.

Angelov kassiert eine Schulterniederlage

Ein ungewohntes Ende nahm der Kampf von Ivo Angelov (61 kg-Greco). Nach dem er bereits früh in Rückstand geriet, wurde er in der dritten Minute bei einem Wurf gekontert und ging 20 Sekunden vor dem Gong auf die Schultern. „Ich kann mich nicht erinnern, dass er überhaupt mal platt ging“, zeigte sich TuS-Marketingsprecherin Tamara Kähny überrascht.

Erst in der zweiten Runde musste sich Arian Güney (86 kg-Greco gegen Sebastian Janowski beugen. Das 2:3 war denkbar knapp. Gar nicht in den Kampf kam Manuel Wolfer (66 kg-Freistil), welcher sich Nico-Antonio Zarcone mit 1:3 geschlagen geben musste.

Das Duell zweier Eigengewächse gewann Stephan Brunner gegen den elf Jahre älteren Halef Cakmak nach langsamem Herantasten souverän mit 9:0. Immer wieder brachte Brunner seinen Gegner durch seine Angriffe an die Beine aus dem Gleichgewicht. Gegen Ende der zweiten Runde wiederholt mit Erfolg und jeweils zwei Punkten als Belohnung, womit am Ende drei Team-Zähler eingetütet wurden.

Schnell vorbei waren die Schlusskämpfe von Rückkehrer Kevin Henkel (75 kg-Freistil) und Neuzugang Benny Vogt (75 kg-Greco). Während Henkel in einer Minute seinen Überlegenheitssieg holte, musste Ersatzmann Vogt in der dritten Minute mit 0:16 kapitulieren.

„Der Team-Spirit passt schon“, freute sich Florian Hassler nach dem Kampf. Nach zwei intensiven Tagen miteinander habe er schon ein gutes Gefühl, auch wenn manchem Sportler doch die fehlende Wettkampfpraxis anzumerken sei.

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