Ringen Die WKG kann’s doch noch

Die Oberbadische, 07.10.2018 22:48 Uhr

Von Gerd Lustig

Steinen. Regionalligist WKG Weitenau-Wieslet kann doch noch gewinnen: Dank einer engagierten und kompakten Leistung hat das Team des Trainerduos David Muller/Kai Vögtlin mit 15:14 den KSV Tennenbronn in der Mehrzweckhalle in Höllstein bezwungen und damit den ersten Saisonsieg gefeiert.

„Das war ein ganz wichtiger Erfolg in Sachen Klassenerhalt“, freute ich Muller für seine Staffel. Der knappe Sieg sei gut für die Moral und gebe mentale Stärke. „Jetzt blicken wir wieder optimistischer auf die nächsten Kämpfe, es geht aufwärts.“

Und in drei Wochen sieht es in Sachen Aufstellung vielleicht noch besser aus. Denn bis dahin hofft man auf die Rückkehr von Punktegarant Simon Dürr, der noch immer an seiner schweren Rippenverletzung laboriert.

Muller machte nach Wettkampfende den Sieg an mehr oder weniger drei Duellen fest. So sei es wichtig gewesen, dass in der Schwergewichtsklasse bis 130 Kilogramm-Greco Michael Herzog gegen den bulgarischen Klassemann Dimitar Kumchev nur zwei Teamzähler abgab. In der vergangenen Saison hatte er gegen diesen Gegner noch technisch-überhöht verloren. Das dickste Lob verteilte Muller indes an Jonas Dürr. Der 86 Kilo-Greco-Akteur holte das Maximum und damit vier Punkte. „Das war ganz einfach ein perfekter Kampf, besser geht’s im griechisch-römischen Stil fast nicht“, schwärmte er.

Und letztlich avancierte Dennis Kronenberger in der 75 Kilo-Freistilklasse zum eigentlich Matchwinner. Bis eine Minute vor Schluss lag er nach zwei Wertungen mit 0:4 zurück, dann aber zeigten die lauten Rufe des Trainers ihre Wirkung: „Dennis, mehr Bewegung und ohne Berührung.“ Kronenberger landete seinerseits zwei „Zweier“, den letzten gerade mal fünf Sekunden vor dem Schlussgong, und machte damit aufgrund der Regel „letzte Wertung“ den entscheidenden Mannschaftspunkt zum 15:10 für sein Team.

Vier Punkte für die WKG holte wie gewohnt souverän und technisch-überhöht Svetlin Shindow (57 kg-Freistil). Drei Zähler steuerte Zorhab Ohanian (66 kg-Freistil) bei und deren zwei Stefan Kilchling (71 kg-Greco). In einem Kampf auf Augenhöhe und einem Duell auf Biegen und Brechen setzte sich schließlich auch Maximilian Tröndlin (61 kg-Greco) mit 10:8 durch und machte damit einen Teampunkt perfekt.

 
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