Ringen Drei Landestitel für Oberrhein-Ringer

Zell im Wiesental - Nach unzähligen Jahren fanden am Wochenende erstmals wieder die südbadischen Ringermeisterschaften der Aktiven im Landkreis Lörrach statt. Auf drei Matten kämpften die Athleten um die Fahrkarten zu den Deutschen Meisterschaften in der 2017 sanierten Zeller Stadthalle. Mit 60 Aktiven waren die Teilnehmerzahlen bei den Männern erfreulich gut, 62 C-Jugendliche stellten hingegen eine neue Negativmarke dar.

"Die sollten das öfter machen, dann kommen wir immer mit sechs Mann“, lachte Markus Eichin. Der „Bär vo Gresge“ hatte am Samstag einiges zu tun als Betreuer. Zusammen mit SVG-Coach Axel Grether begleitete er zwei seiner Verbandsliga-Ringer sogar ins Finale.

Dort unterlagen zwar Emanuele Di Martino (60 kg) und Denis Grether (77 kg), dennoch konnten sie sich zumindest über Silber freuen. Di Martino scheiterte nach zwei Schultersiegen in der Gruppenphase im Schlusskampf gegen Gastgeber-Vertreter Virgil Munteanu, der den einzigen Titel für die RG Hausen-Zell errang.

Freistilspezialist Denis Grether musste in der Schlussminute in einem eng umkämpften Duell mit 7:8 Gold an Oberliga-Ringer Kevin Reuschling (KSK Furtwangen) nach einer 4:0-Führung abgeben.

„Dass ich mit 28 noch Südbadischer Meister werde, hätte ich nicht gedacht“, strahlte Fabian Wepfer vom KSV Rheinfelden nach seinem finalen Schultersieg gegen Otto Schwarzkopf (ASV Urloffen). In der Klasse bis 67 Kilogramm ging es zum Auftakt gleich gegen den späteren Vizemeister Khamza Temarbulatov (StTV Singen), den er mit 5:0 besiegte. Keine 15 Minuten später musste er bereits gegen Julian Bahm (KSV Wollmatingen) antreten, den er aber zügig mit 8:0 überlegen zurück in die Ecke schickte. „Da hab‘ ich dann schon meine Pumpe gemerkt“ scherzte der sonst konditionell auftrumpfende Ringer des Oberliga-Meisters. Als Schweizer ist ihm allerdings die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft trotz des Titels verwehrt. Das gilt auch für Rheinfeldens Ungarn Ferenc Almási (130 kg), der sich in seinen vier Kämpfen jeweils vorzeitig durchsetzen konnte und damit das zweite Gold für den KSV holte.

Gastgeber Hausen-Zell gewinnt die Teamwertung

Neben Bundesliga-Punktegarant Munteanu stand für die RG Hausen-Zell noch Daniel Götz (82 kg) im Finale. Götz konnte mit Punktsiegen gegen Uwe Weißhaar (KSV Taisersdorf) und Manuel Berger (SV Gresgen) ins Finale einziehen, wo er gegen Jonas Schondelmaier (KSV Tennenbronn) klar das Nachsehen hatte.

Mit Bronze beendete Manuel Kiefer (77 kg) das Turnier. Ebenfalls Dritter wurde Benny Vogt in der mit zehn Startern am stärksten besetzten Klasse bis 72 Kilogramm. Seine neuen und alten Teamkameraden der WKG Weitenau-Wieslet konnten mit Bronze durch Nico Streule (60 kg) und Dennis Kronenberger (82 kg) zwei weitere Medaillen für den Bezirk sichern.

„Es war eine gute Werbung für das Ringen“, zeigte sich RG-Chef Marco Waßmer am Abend zufrieden. Mit rund 30 Helfern präsentierte sich die Ringergemeinschaft ein weiteres Mal als hervorragender Gastgeber. „Es lief reibungslos. Da geht nichts über einen erfahrenen Verein“, zollte auch SBRV-Sportreferent Ralf Schick (KSV Weil). höchstes Lob.

Die RG Hausen-Zell kam mit allen sieben Startern unter die Top Sechs und gewann damit auch die Vereinswertung mit 24 Punkten vor dem KSV Tennenbronn (19) und KSK Furtwangen (15). Rang fünf belegte der KSV Rheinfelden (13), punktgleich mit dem SV Gresgen.

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