Ringen Ehrlich und immer unter Strom

Schelmisch, lustig und immer verlässlich: Ivo Angelov vom TuS Adelhausen.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Zieht er seine Ringerstiefel an, steht er unter Strom. Dann stoppt Ivo Angelov niemand. Wie das berühmte Duracell-Häschen ist er von der ersten bis zur letzten Sekunde in Bewegung, Der Pfiff des Mattenleiters kommt für ihn immer ungelegen. Die Fans des TuS Adelhausen dürfen sich freuen. Auch in der kommenden Saison wird der Bulgare für den Ringer-Bundesligisten auf die Matte gehen.

Von Mirko Bähr

Rheinfelden-Adelhausen. Der Welt- und Europameister von 2013 ist ein echtes Unikum. Ein Ringer, der sich voll und ganz dieser Leidenschaft hingegeben hat. „Zu Ivo gibt es eigentlich gar nicht so viel zu erzählen. Von ihm könnten sich einige eine Scheibe abschneiden, egal, bei welchem Thema“, lässt Nicole Oswald von der Sportlichen Leitung des TuS wissen.

In der Klasse bis 61 und 66 Kilogramm ist der Greco-Spezialist eine echte Bank. Er ist konditionell auf der Höhe und verfügt über feine Technik. Mit seinen Aktionen ist er bei den Gegnern gefürchtet. Die eigenen Fans sind dagegen natürlich aus dem Häuschen. Ihr Publikumsliebling, der 2017 bei der EM Silber gewann, sei nach wie vor an Professionalität nicht zu überbieten, sagt Oswald über den 35-Jährigen.

„Verfügbarkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit oder auch Dankbarkeit – das sind alles Eigenschaften, die Ivo auszeichnen“. Angelov sei kein gewöhnlicher Legionär, der über das Wochenende seine bulgarische Heimat verlässt, um für den TuS einen Kampf zu absolvieren. „Ivo bleibt auch mal eine Woche hier vor Ort, wohnt dann bei unserem Vorsitzenden Timo Zimmermann, mäht den Rasen und kocht. Er ist im Jugendtraining vor Ort und reist mit unseren Nachwuchsringern sogar an Jugendturniere als Betreuer mit“, ist Oswald angetan von diesem sympatischen Weltklasseringer, der vor neun Jahren zum TuS kam und in seiner Heimat ein echter Star ist.

Echter Sieggarant und Trauzeuge

Aufgrund seiner sportlichen Erfolge auf internationaler Bühne bringt er zwar acht Zähler mit in die Aufstellung, deren zehn Ringer insgesamt nicht mehr als 28 Punkte aufweisen dürfen, doch weil Angelov kaum einmal seinem Gegenüber zum Sieg gratulieren muss, ist er so gut wie gesetzt. Auf ihn verzichtet Adelhausen ungern. Das hat nicht nur sportliche Gründe. Seine Wichtigkeit stellte der Ringer-Flo auch vor zwei Jahren unter Beweis, als er als Trauzeuge für TuS-Chef Zimmermann wirkte.

„Für Ivo ist es, gemäß seiner Aussage zufolge, nach wie vor eine Ehre, für den TuS auf die Matte zu gehen. Mit Ivo muss auch nicht mehr verhandelt werden“, schmunzelt Nicole Oswald. „Ivo verabschiedet sich nach seinem letzten Kampf mit einer Umarmung und sagt: bis nächstes Jahr.“ Und dann steht er wieder auf der Matte – oder besser: er tänzelt.

Neben Angelov hält ein ganzes Quintett dem Verein die Treue, allen voran Publikumsliebling und Lokalmatador Sascha Keller (75/80 kg-Greco), der daneben noch in der Sportlichen Leitung tätig ist. Greco-Spezialist Dominik Gegeny (75/80/86 kg), der vergangenen Runde zum TuS wechselte, sowie die Eigengewächse Alican Uli (Greco) sowie Nick Naumann und Dovydas Urbanavicius (beide Freistil) bleiben ebenfalls.

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