Ringen EM-Start ist das große Ziel

Johanna Meier und Dirk Pfunder sehen dem Ringer-Jahr 2019 optimistisch entgegen. Foto: Uli Nodler

Weitenau-Fahrnbuck - Der Ringer-Bezirk Oberrhein hat im weiblichen Bereich zwei große Ringer-Talente in seinen Reihen. Neben Elena Brugger vom TuS Adelhausen zählt nun schon seit geraumer Zeit auch Johanna Meier von der WKG Weitenau-Wieslet auf nationaler Ebene zu den Besten ihrer Altersklasse. „Keiner von den Aktiven in unserem Verein war jemals erfolgreicher“, ist auch WKG-Vorstandsmitglied Dirk Pfunder von seiner Athletin begeistert.

Mit 19 schon viel erreicht

Die 19-Jährige hat in ihrem jungen Ringerleben schon eine Menge erreicht. Der bisherige Höhepunkt war zweifelsohne 2014 der Gewinn der Silbermedaille bei den Kadetten-Europameisterschaften in Sofia. Ein Jahr später erreichte sie das Viertelfinale bei der Europameisterschaft im serbischen Subotica. Als Zwölfjährige machte sie erstmals mit dem Gewinn eines baden-württembergischen Meistertitels auf sich aufmerksam. Es folgten für die Kaderathletin bis heute eine Menge Medaillen auf nationaler Ebene.

Wenn man im wunderschönen Kleinen Wiesental zu Hause ist und zudem noch im Weitenauer Ortsteil Fahrnbuck aufwächst, dann ist natürlich die WKG Weitenau-Wieslet die erste Adresse, wenn man sich sportlich betätigen will. So zog es Klein-Johanna bereits im zarten Alter von vier Jahren in die Weitenauer Halle, wo die WKG-Ringer trainieren. „Ich war ein Wildfang, immer in Bewegung. Und bei uns im Dorf gehen natürlich alle zum Ringen. Da bin ich halt auch hingegangen und habe es nie bereut. Mich fasziniert diese Sportart ungemein. Das ist auch heute noch so“, sagt sie und strahlt übers ganze Gesicht.

Natürlich war ihr Talent eine nicht unerhebliche Triebfeder, den Ringkampfsport in den Mittelpunkt ihres sportlichen Treibens zu stellen. „Ich habe das durchgezogen, weil mich natürlich auch die vielen guten Platzierungen motiviert und angestachelt haben, hart zu trainieren“, betont sie im Brustton der Überzeugung.

Weitenaus erfolgreichste Ringerin

Die WKG Weitenau-Wieslet ist bekannt für ihre hervorragende Nachwuchsarbeit. Davon profitierte Johanna Meier in all den Jahren enorm. Geprägt und gefördert wurde die ehrgeizige WKG-Kämpferin durch drei überaus kompetente WKG-Trainer: „Volker Dürr, Roland Vögtlin und Axel Asal hatten und haben großen Anteil daran, dass ich im Ringen so weit gekommen bin“, betont Weitenaus erfolgreichste Ringerin. Auf Stützpunkt- und Kaderebene wurde sie von Andreas Rütschlin, Mario Sachs und Dominik Groß gefördert.

Dirk Pfunder weiß natürlich um die sportliche Strahlkraft seiner Vorzeige-Athletin: „Deshalb ist für uns auch eine recht großzügige Unterstützung von Vereinsseite angesichts ihrers großen Aufwands in Sachen Training und Wettkampf selbstverständlich.“

Johanna Meier wird aber nicht nur vom eigenen Verein gefördert. Auch die Sportstiftung Südbaden, die ihren Wirkungskreis vor allem auf deutscher Seite in der Grenzecke hat, trägt ihr Scherflein dazu bei. „Ich bin über diese finanzielle Unterstützung sehr dankbar“, betont sie.

Seit geraumer Zeit ist Freiburg Johanna Meiers sportlicher Mittelpunkt. Sie wohnt und trainiert am Olympia-Stützpunkt. In diesem Jahr hat sie ihr Abitur an der Staudinger Gesamtschule gemacht und leistet noch bis September dieses Jahres ihren Bundesfreiwilligendienst beim Badischen Radsportverband ab.

Sportlich will Johanna Meier in diesem Jahr eine Menge erreichen: „Bei den Deutschen Meisterschaften im Frühjahr strebt sie mit einer guten Platzierung bei den „Deutschen“ und einem Qualifikationsturnier in Rumänien an, sich für die Europameisterschaft in Spanien zu empfehlen.“ Und Johanna Meier hat in der Vergangenheit mit ihrem großen Können, ihrem Willen und Hartnäckigkeit auch sehr vieles erreicht, was sie sich vorgenommen hat.

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