Ringen Flammwaie als Meistermenü

Endlich! Elena Brugger freut sich riesig über die Goldmedaille bei der DM. Foto: zVg

Riegelsberg - Im fünften Anlauf hat es endlich geklappt: Elena Brugger hat sich die Deutsche Meisterschaft gesichert. In Riegelsberg war sie in der Klasse bis 57 Kilogramm nicht zu bezwingen. Mit einer Flammwaie, die sie mit ihrer Mama teilte, stillte die frisch gebackene Titelträgern mit einem breiten Grinsen im Gesicht den Hunger.

Einen großen Hunger, endlich den Titel bei den nationalen Titelkämpfen abzuräumen, verspürte die Eichslerin im Vorfeld der DM, die im saarländischen Riegelsberg am Wochenende über die Bühne ging.

Im Modus jede gegen jede wurde am Samstag die neue Titelträgerin gesucht. Vier Kämpfe galt es, an einem Tag über die Bühne zu bringen. Diesen Wettkampfstress und Konditionstest meisterte Brugger mit Bravour.

Gleich im ersten Duell wartete Trainingspartnerin und Dauerkonkurrentin Sandra Paruszewski (AV Germania Sulgen) auf Brugger. „Ich war aufgeregt, schließlich ging es zuletzt immer sehr knapp zu, und noch dazu zu ihren Gunsten“, erklärt Brugger. So auch im vergangenen Jahr bei der Deutschen Meisterschaft, als Paruszewski mit 3:1 die Oberhand behielt. Diesmal drehte Brugger den Spieß um.

„Jetzt stand ich weiter unter Druck, denn ich wusste ja, dass ich jetzt alles gewinnen musste, wenn ich meine Chance auf ersten Titel nicht doch noch vergeigen wollte“, erklärte Brugger. Dass die restlichen Duelle gerade auch gegen die jungen Ringerinnen kein Spaziergang werden sollten, zeigte gleich der Kampf gegen Josefine Purschke (SV Warnemünde). Brugger musste sich strecken, ehe der 3:1-Erfolg unter Dach und Fach gebracht war.

Duell Nummer drei bei dieser Deutschen Meisterschaft gegen Serena Bölke (RSV Frankfurt/Oder) war dann eine einseitige Sache. Die Ringerin des TuS Adelhausen siegte mit 10:0. Wesentlich enger verlief der letzte Kampf. Anastasia Blayvas (KFC Leipzig) führte lange beim 2:2-Zwischenstand aufgrund der letzten Wertung. Doch dann machte Brugger mit einer Wertung kurz vor dem Ende den 4:2-Erfolg und damit den Titel perfekt.

Im fünften Anlauf hat es endlich geklappt

„Nach viermal Bronze stehe ich jetzt endlich ganz oben. Ich bin super glücklich“, freute sich Brugger diebisch über den DM-Titel im fünften Anlauf. „Das war im vorolympischen Jahr ein wichtiger Schritt. Im September möchte ich bei der Frauen-WM starten. Die Bundestrainer haben natürlich schon auf die Ergebnisse bei der DM geschaut.“

Für Brugger steht im Juli ein so genanntes Ranking-Turnier in der Türkei auf dem Programm. „Dort kann ich mich messen, muss mich beweisen und könnte einen weiteren Schritt Richtung WM machen.“

Knapp am Treppchen vorbeigerauscht sind dagegen Jennifer Wagner (TSV Kandern) in der Klasse bis 62 Kilo und Johanna Meier WKG Weitenau-Wieslet (68 kg). Letztere unterlag zum Auftakt Maria Selmaier (KSC Apolda) mit 4:8, schaffte es dann mit einem 10:0 gegen Sabrina Fischer (ASV Urloffen) ins Halbfinale, wo dann Anna Schell (SC Unterföhring) beim 2:12 eine Nummer zu groß war. Den Kampf um Rang drei verlor sie gegen Nadine Weinauge (Furtwangen) auf Schulter.

Wagner verlor zum Auftakt gegen Andrea Grasruck (ASV Neumarkt) auf Schulter, durfte dann aber nochmals im Bronzekampf ran, weil Grasruck sich für das Finale qualifizierte. Janny Sommermeyer (RSV Frankfurt/Oder) ließ aber nichts anbrennen, gewann mit 10:0.

Enttäuschend verlief das Turnier für Manuel Wolfer vom TuS Adelhausen, der in der 65 kg-Klasse im freien Stil nur Neunter wurde. Gegen Ramzan Awtaew (TV Essen-Dellwig) schlug zum Auftakt ein 2:8 zu Buche. Der Neuzugang der RG Hausen-Zell, Leon Gerstenberger, musste im Viertelfinale gegen Awtaew beim 1:4 die Segel streichen.

Pascal Ruh vom TuS Adelhausen hatte im Achtelfinale gegen Ergün Aydin (SV Hallbergmoos) beim 0:10 keine Chance. Dasselbe in grün dann auch in der Hoffnungsrunde, als „Baschi“ Andreas Walter (SC Unterföhring) ebenfalls technisch-überhöht unterlag.

Zwei Niederlagen musste auch Felix Krafft (TuS Adelhausen) in der Klasse bis 125 kg einstecken. Gegen Teamkollege Nick Matuhin (1. Luckenwalde SC) schlug ein 0:10 zu Buche, gegen Robin Ferdinand (ASV Boden) ging es beim 8:9 enger zu.

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