Ringen Improvisation ist angesagt

Wieder an Bord: Florian Neumaier von der RG. Foto: Uli Nodler Foto: Die Oberbadische

Von Mirko Bähr

Zell. Nicht gerade vom Glück verfolgt sind die Griffkünstler der RG Hausen-Zell und auch Trainer Florian Hassler. Während gleich sechs bis sieben Ringer aufgrund von Ellenbogen-, Schulter- oder Knieverletzungen nicht auf die Matte gehen können, länger ausfallen und damit vor allem die Reserve immer wieder dumm aus der Wäsche gucken muss, hat den Coach die frühzeitige Reiseplanung mit dem pleite gegangenen Touristikkonzern Thomas Cook eingeholt.

Statt Entspannung auf Mallorca ging es mit der Familie an den Bodensee. Improvisieren ist angesagt, auch außerhalb der Ringerhalle.

Dabei wäre ein kompletter Kader für beide Mannschaften so wichtig wie das Amen in der Kirche. Weil aber alle Mann für die Erste gebraucht werden, sich keine Pause gönnen oder dann auch einen Einsatz in der Verbandsliga in Erwägung ziehen können, steht die Reserve in der Tabelle an letzter Position, während in der Bundesliga nach fünf Kämpfen und zwei Erfolgen Rang fünf herausspringt.

Nun am Doppelkampfwochenende, wenn es gegen zwei direkte Konkurrenten geht, waren vier Zähler ohne Wenn und Aber fest eingeplant. Die personelle Situation führt nun aber dazu, dass man auch nur mit einem Erfolg nicht ganz unzufrieden wäre. Denn: Virgil Munteanu hat nach einem Trauerfall in der Familie derzeit keinen Kopf fürs Ringen. Beim Siebten KSV Riegelsberg ist die RG am Samstagabend zu Gast. Am Sonntag, 17 Uhr, geht es dann in der Zeller Stadthalle gegen die RKG Freiburg 2000.

„Es geht darum, beide Teams auf Abstand zu halten. Beide Male sind auch Siege drin, wenn alles klappt“, macht Hassler deutlich. Weil Munteanu nicht dabei sei, habe man nun die Chance, „unten etwas umzustellen“. Die Siegchancen gegen Riegelsberg, das auf junge, gute Deutsche setze, sei etwas höher als dann zuhause gegen Freiburg.

„Sonntag wird es schwieriger. Die Gäste sind da stark, wo wir auch stark sind“, weiß Hassler. Aber man halte sich gewisse Aufstellungsoptionen offen. „Wir schauen erst, wen die Freiburger mitbringen, dann entscheiden wir, wer auf die Waage geht“, meint Hassler.

Der darf am Wochenende und damit zum Abschluss der Vorrunde wieder auf seinen Bruder Oliver Hassler und den Steinener Florian Neumaier (beide holten Bronze bei der Militär-WM) sowie Leon Gerstenberger (Turnier mit Nationalmannschaft) zurückgreifen.

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