Ringen In souveräner Art und Weise

Nicht weniger als 1000 Kilometer sind es bis Warnemünde. Doch die lange Reise hat sich für die A-Jugend-Ringer aus der Region bestens gelohnt. Norman Trübe (TuS Adelhausen) und Darius Kiefer (RG Hausen-Zell) holten sich bei den Deutschen Meisterschaften den Titel. Auch Tim Stoll, der für den TuS in der Liga an den Start geht, stand ganz oben auf dem Podest.

Von Mirko Bähr

Warnemünde/Stendal. Während also an der Ostsee die Titelkämpfe im griechisch-römischen Stil über die Bühne gingen, kamen in Stendal die Freistil-Spezialisten zusammen. Auch hier schlugen Treppchenplätze für Nachwuchsathleten aus dem Bezirk zu Buche.

Die Bürgerparkhalle im Berufsschulzentrum Warnemünde war fest in der Hand des Südbadischen Ringerverbandes (SBRV). Gleich acht der elf zu vergebenen Goldmedaillen gingen an den SBRV, der natürlich die Länderwertung mit großem Abstand gewann.

Dazu trugen auch Norman Trübe und Darius Kiefer ihren Teil bei. Trübe war in der Klasse bis 55 Kilogramm der alles überragende Mann. Schon in seinem Pool ließ er nichts anbrennen. „Das war sehr souverän. Die drei Kämpfe hat er zu 100 Prozent dominiert. Und das, obwohl sein Pool der deutlich stärkere war“, blickte sein Coach Axel Asal äußerst zufrieden zurück.

Im Finale wartete dann Luca Moosmann vom AV Sulgen auf das TuS-Talent. „Vor zwei Jahren bei der DM und beim Kaderturnier in Heidelberg hat Norman noch gegen ihn verloren. Luca war schon fast so etwas wie ein Angstgegner für Norman“, meinte Asal, der zusammen mit seinem Schützling jedoch die richtige Taktik zurechtlegte.

Nach einem 0:3-Rückstand zur Pause drehte Trübe auf. „Er hatte den stärkeren Willen und die größere Physis“, meinte Asal. Mit zwei Zweier-Wertungen drehte er den Spieß um und konterte dann in den Schlusssekunden einen Angriff Moosmanns derart bravourös, dass mit einer Vierer-Wertung der DM-Titel perfekt war.

Ebenso souverän erledigte Darius Kiefer seine Aufgaben. In der Klasse bis 80 kg ließ er alle seine 20 Konkurrenten hinter sich. Fünf Siege im Pool bedeuteten den Einzug ins Finale. Dort wartete EM-Teilnehmer Jan Schwab (KSV Rimbach), den er beim Stand von 2:2 am Boden abfangen konnte und einen Schultersieg bejubeln durfte. „Er hat ein riesiges Turnier gerungen und insgesamt eine tolle Entwicklung genommen“, lobt Asal den Schützling von RG-Cheftrainer Sven Kiefer.

Einen weiteren Titel holte Tom Stoll (71 kg), der die Einzelstarts für den KSV Gottmadingen wahrnimmt, in der Runde aber für den TuS Adelhausen auf die Matte geht. Der Neuzugang wurde zudem als technisch bester Ringer ausgezeichnet.

Für Felix Anselm vom TSV Kandern endete der Trip an die Ostsee mit einem sechsten Rang in der Klasse bis 60 Kilogramm. In drei seiner fünf Pool-Kämpfe hatte er die Nase vorn. Im Platzierungskampf um Rang fünf gab es dann eine knappe Niederlage gegen Kutkagan Öztürk (AC Mülheim).

In Stendal, wo sich die Freistil-Ringer trafen, gab es weitere Treppchenplätze. Julius Kummer vom TuS Adelhausen gewann in der Klasse bis 45 Kilogramm Silber. Fünf Kämpfe musste er bestreiten. Nur einmal ging er als Verlierer von der Matte. Gegen Niklas Steiner (TSV Westendorf) nämlich, der beim Stand von 3:4 zu einem Schultersieg kam. „Das ist ein Hammer-Ergebnis. Er gehört dem jüngsten der drei Jahrgänge dieser Altersklasse an“, freute sich Asal.

35 Teilnehmer kämpften in der Klasse bis 60 Kilogramm um den Titel. Hier schaffte es Thomas Eckhardt, der vom KSV Tennenbronn zum TuS Adelhausen wechselte, für den er auch bei den Einzelturnieren startet, auf Platz drei. Fünf der sechs Mattenduelle in seinem Pool der Klasse bis 60 kg gingen an Eckhardt, der sich damit für das kleine Finale qualifizierte. Dort behielt er klar und deutlich mit 10:0-Punkten gegen Robert Krause (AC Taucha) die Oberhand.

Platz zehn erkämpfte sich zudem Manuel Loeper (55 kg), der neu aus Radolfzell zum TuS kam, und in Stendal als Starter des jüngsten Jahrgangs seine Möglichkeiten ausschöpfte.

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