Weitenau-Wieslet - Es gibt nicht nur eingefleischte WKG-Ringerfans, die Weitenau-Wieslet in ihrem leidenschaftlichen Kampf gegen den Abstieg aus der Regionalliga Baden-Württemberg die Daumen drücken.

Die Lage ist für die Kombinierten aus dem Kleinen Wiesental bei drei noch ausstehenden Kampftagen weiterhin prekär. Der Tabellenvorletzte hat zwar lediglich einen Punkt Rückstand auf den viertletzten Tabellenplatz, doch dort steht der Oberrhein-Rivale TuS Adelhausen II, der, wenn er will, die restlichen Duelle angesichts seines großen Bundesliga-Kaders problemlos gewinnen könnte.

Nachdem Bundesligist RKG Freiburg 2000 den Ligaverbleib in der Tasche hat, ist die Wahrscheinlichkeit größer geworden, dass am Saisonende nur zwei Regionalligisten den Gang in die Oberliga antreten müssen. Sollte es weniger als drei Regionalliga-Absteiger am Saisonende geben, dann dürfte die WKG sicherlich eine realistische Chance haben, den „Kopf noch aus der Schlinge zu ziehen.“ Unser Redakteur Uli Nodler hat sich mit Vorstandsmitglied Dirk Pfunder vor den entscheidenden Kämpfen unterhalten.

Was trauen Sie der Mannschaft in den noch ausstehenden Kämpfen zu? Kann sie es noch packen?
Die Jungs mussten in dieser Runde eine Menge durch Verletzungen und unglückliche Niederlagen einstecken. Und trotzdem ist die Moral des gesamten Teams mit den beiden Trainern Kai Vögtlin und David Muller sensationell. Deshalb bin ich vor den letzten drei Duellen in dieser Saison guten Mutes. Unsere Ringer werden sich auf der Matte zerreißen. Der unerwartete Heimsieg unlängst gegen Spitzenreiter Reilingen-Hockenheim hat gezeigt, dass auch im Kleinen Wiesental der Wille Berge versetzen kann.

Was muss passieren, damit die WKG das Ruder noch herumreißen kann?
Überagend wäre es natürlich , wenn wir die anstehenden Kämpfe am Samstag zu Hause gegen Schorndorf, eine Woche später ebenfalls in eigener Halle gegen Sulgen und dann am 22. Dezember am letzten Saison-Kampftag gegen Aichhalden gewinnen würden. Dann haben wir unsere Schuldigkeit getan. Und es könnte für uns dann sogar reichen, auch wenn es drei Absteiger geben wird.

Oberrhein-Rivale TuS Adelhausen II hat in beiden Oberrhein-Derbys gegen Weitenau-Wieslet personell enorm aufgerüstet, so dass er beide Kämpfe gewann. In den anderen Kämpfen hat er es nicht gemacht. Was sagen Sie dazu?
Zunächst einmal ist es legitim, eine Mannschaft aufzustellen, die eine realistische Siegchance hat. Was mich allerdings stutzig macht, ist, dass die TuS-Reserve in dieser Saison nur gegen uns personell geklotzt hat und nicht in den anderen Kämpfen, die in der aktuellen Saison teilweise deutlich verloren wurden.

Regionalliga oder Oberliga? Laufen die Planungen für 2019 zweigleisig?
Hier und jetzt ist für uns Regionalliga. Wir geben nicht auf, werden kämpfen, bis das Licht ausgeht. Und sollten wir doch den Kürzeren ziehen, dann werden wir in der Oberliga mit einer Regionalliga tauglichen Mannschaft wieder Gas geben. Im Kleinen Wiesental geht es immer weiter.