Ringen Kleine Ringer ganz groß

Während am Wochenende der SV Wacker Burghausen in Köllerbach mit einem 15:13-Erfolg den Grundstein zur Titelverteidigung in der Ringer-Bundesliga legte, legten beim KSV Rheinfelden die jüngsten Griffkünstler los und ihre Gegner auf die Matte.

Von Rolf Rombach

Rheinfelden. Jungen und Mädchen zwischen fünf und 17 Jahren traten in der Sporthalle der Leopoldschule im griechisch-römischen Stil an um kämpften um das Edelmetall auf Bezirksebene.

Während so mancher Spross die erste Wettkampfluft schnuppern durfte, gab es für Insider wieder das bekannte Bild am Mattenrand: Vertraute Trainergesichter, die die Randsportart am Leben halten. Sie trainieren Woche für Woche mit den Schützlingen, begleiten sie auf Turniere und Meisterschaften. Sie geben Tipps, wie der Gegner von den Beinen geholt werden kann, wie man den Kontrahenten vom Bauch am Besten auf den Rücken dreht und trösten natürlich, wenn es trotz aller Anstrengungen von Ringer und Trainer nicht zum Erfolg gereicht hat.

Zusammentreffen der Ringerfamilie

Mattenfüchse wie Edi Wolfer (RG Hausen-Zell/ TuS Adelhausen), Gerhard Gola (KSV Weil/ TSV Kandern), Volker Dürr (WKG Weitenau-Wieslet) und Bruno Berger (SV Gresgen) sind nicht nur Jahre, sondern Jahrzehnte bereits für ihren Sport aktiv und haben inzwischen Generationen von Kindern und Jugendlichen das Ringen näher gebracht. Es ist ein wenig wie eine Familienzusammenkunft. Keine Frage, dass das Quintett in Rheinfelden anzutreffen war, als der Nachwuchs hochmotiviert auf der Matte antrat – begleitet von weiteren Trainern, Betreuern und natürlich zahlreichen Eltern.

Nicht zu vergessen die Kampfrichter um Bezirkskampfrichter-Chef Peter Giesin (SV Gresgen) und Torsten Baumgartner (TuS Adelhausen), einer der wenigen internationalen deutschen Kampfrichter. Im Wettkampfbüro ebenfalls drei alte Hasen: Anneliese Deiß (RG Hausen-Zell), Erich Lacher (TuS Adelhausen) und Maik Scheurer (TSV Kandern), die die Ergebnisse in die Auswertung gaben.

Deiß, Vize-Vorsitzende des Ringerbezirks, lobte den ausrichtenden KSV Rheinfelden um seinen Ehrenvorsitzenden Uwe Lippert. Vorbildlich vorbereitet gingen die Kämpfe zügig über die Matte. Nach dem die Saison bei den Bezirksvereinen gepflastert war von zahlreichen größeren Verletzungen, legte der Nachwuchs eine deutlich bessere Geschmeidigkeit an den Tag. Einzig ein Verletzter konnte den Wettkampf nicht beenden, kam aber ebenfalls ohne Rettungsdienst aus.

26 Teilnehmer bei der AIB-Jugend

Gingen bei der E-Jugend noch 34 Starter in neun Gewichtsklassen an den Start, waren es bei der A/B-Jugend in zehn Kategorien lediglich noch 26 Sportler. „Das hatten wir früher in zwei Klassen“, bedauerte so manch alter Hase. Doch der Mitgliederschwund macht nun mal auch bei den Ringern nicht halt.

Gleich 14 Bezirksmeister stellte am Abend der TuS Adelhausen, zwölf der TSV Kandern. Weitere Titel gingen an die RG Hausen-Zell, die WKG Weitenau-Wieslet und den SV Gresgen. Einzig der KSV Rheinfelden stand nie oben auf dem Podest, kündigte aber bereits in der Vorwoche einen Neustart seines Nachwuchsbereichs an, der nun erst einmal wieder anlaufen muss.

Für die Jahrgänge 2010 und älter geht es am 15. und 16. Februar in Haslach im Kinzigtal um die erste Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften. Der KSV Hofstetten richtet dann nämlich die Südbadischen Meisterschaften aus, wo sicher wieder die eingangs erwähnten, bekannten Gesichter mit ihren Trainerkollegen den Nachwuchs zu Höchstleistungen zu motivieren wissen werden.

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