Ringen KSV freut sich über Klassenerhalt

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Neuer Übungsleiter beim KSV Rheinfelden wird Fabian Wepfer (rot), der bisher schon auf der Matte kräftig zupackte.                                        Foto: Rolf Rombach

Rheinfelden (rom). Das vorzeitige Ende der Regionalliga-Saison sorgte beim Rheinfelder Kraftsportverein (KSV) für einige Wochen Unsicherheit. Kürzlich wurde nun vom Liga-Verantwortlichen der ARGE, Hardy Stüber (Mühlacker), die Zusage gegeben, dass sowohl der KSV Rheinfelden als auch Schlusslicht SVG Nieder-Liebersbach nicht absteigen müssen.

Vorangegangen waren die Fusion und der Aufstieg des KSV Schriesheim mit Vizemeister ASV Ladenburg. Die neugebildete Ringergemeinschaft Kurpfalz Löwen steigt in die zweite Bundesliga auf, womit für die beiden Schlusslichter der Tabelle Plätze frei werden. Hinzukommen wird aus Südbaden der KSV Haslach, der als Oberliga-Vizemeister aufsteigen darf, da Meister Olympia Schiltigheim kein Aufstiegsrecht besitzt.

„Wäre die Saison nicht abgebrochen worden, wären wir vermutlich noch ein paar Plätze nach oben gekommen und hätten unser bestes Ergebnis eingefahren“, sagt Sascha Oswald rückblickend. „Das Jahr war jedoch wieder einmal geprägt von Rückschlägen, mehr als jemals zuvor. Wir hatten sehr viel Mühe, die Mannschaft zu komplettieren, was meist nicht gelingen konnte. Verletzungen, Lücken, Verweigerung von Startberechtigungen und viele weitere Dinge haben uns oft einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es hat ungemein viel Energie und Mühen gekostet, was letztendlich nie das gewünschte Ergebnis erzielte“, bedauert der Inzlinger.

Durch die Doppelbelastung als Trainer und sportlicher Leiter hat er zum Jahresende nun seinen Rückzug bekannt gegeben. „Ich hänge am Verein und allem voran an meinen Jungs. Aber ich muss hier auch ein wenig an mich denken.“

Insgesamt steht der KSV Rheinfelden nun vor einem Neuanfang. Oswalds Traineramt übernimmt künftig Greco-Experte Fabian Wepfer, der aktuell aber noch seine berufliche Meisterprüfung verfolgt. Nach dem Rückzug von Alina von Czenstkowski als Vorsitzende war ihr Stellvertreter Patrick Müller in der Verantwortung. Im Frühjahr soll nun die Neuwahl der kompletten Vorstandschaft folgen.

Mit vier Siegen aus 13 Kämpfen belegt der KSV Rheinfelden den vorletzten Tabellenplatz. Mit 16:15 gelang in der Vorrunde sogar der Überraschungserfolg gegen Vizemeister Ladenburg. Die drei ausgetragenen Derbys gingen erneut an die RG Hausen-Zell und die WKG Weitenau-Wieslet, wenngleich die WKG zuhause nur 14:16 knapp die Nase vorne behielt.

Die Verletzungen von Sebastian und Vincent von Czenstkowski sorgten für weitere Probleme, nachdem von Beginn an kein Greco-Weltergewichtler zur Verfügung stand. Ein ukrainischer Ringer, der bis 57 Kilogramm eingesetzt werden sollte, bekam zwar vom südbadischen Verband die Freigabe, nicht aber vom Deutschen Ringerbund. „Mit den Hypotheken war es einfach zu schwer“, bedauert Oswald die personellen Probleme und hofft, dass es 2022 besser laufen wird.

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