Ringen Neue Konzepte und mehr Bodenständigkeit

Blicken optimistisch nach vorne (von links): Axel Asal, Arnold Marx /Hauptsponsor ED), Nicole Oswald, Daniel Hohler, Timo Zimmermann und Tamara Kähny. Foto: Uli Nodler

Von Uli Nodler

Rheinfelden-Adelhausen. Noch drei Wochen, dann beginnt für den TuS Adelhausen auf dem Dinkelberg die Bundesliga-Saison. „Wir haben die letzten Monate viel investiert, der Kader steht, das Hygienekonzept erstellt. Wir sind bereit und fiebern dem Saisonstart entgegen“, so die einleitenden Worte von Marketing-Leiterin Tamara Kähny bei der Präsentation am Freitagabend im Feinschmecker-Restaurant Rührberger Hof. Auskunft gaben anschließend Vorsitzender Timo Zimmermann über das Hygienekonzept und Sportchefin Nicole Oswald über den sportlichen Bereich.

Im Hinblick auf die neue Saison wurde die Ringer-Abteilung von den Machern umgekrempelt. Das betraf vor allem den sportlichen Bereich. Aber es wurden auch angesichts des immer schneller fortschreitenden Klimawandels Nachhaltigkeits -Konzepte erarbeitet.

Neu ist auch das Trainer-Dreigestirn Florian Hassler (Chefcoach), Axel Asal und Pascal Ruh. Bodenständige Typen und erstklassige Trainer, die auch die neuen TuS-Werte verinnerlicht haben.

„Die neuen Konzepte fangen langsam aber sicher an zu greifen“, sieht Oswald der Saison optimistisch entgegen. Im Aktivbereich gibt es klare Trennungen zwischen der Bundesliga- sowie der Oberliga/Bezirksliga-Mannschaft. „Es wird deshalb nicht so sein, dass ein ausländischer Ringer in der Oberliga-Mannschaft eingesetzt. Hier setzen wir auf unseren Nachwuchs, der sich in Oberliga und Bezirksliga entwickeln und nicht in der Bundesliga verheizt werden soll“, betont die Sportliche Leiterin des TuS Adelhausen.

Für Oswald soll die Ringerabteilung eine große Familie werden. Deshalb werden die niederklassigen Aktivmann­schaften und die Nachwuchsabteilung nicht mehr das fünfte Rad am Wagen sein. „Unser Nachwuchs ist die Zukunft des Vereins. Ihn dürfen wir nicht vernachlässigen und nicht nur auf unsere ausländischen Top-Ringer schauen“, merkt Oswald weiter an.

Trotz eines straffen Budgets – es fällt deutlich geringer aus als in den Jahren zuvor – haben Oswald und ihr Team eine überaus konkurrenzfähige Bundesliga-Mannschaft auf die Beine gestellt. So verstärkte sich der TuS mit dem aktuellen U23-Weltmeister Georgi Sulava. Der Georgier deckt die Freistilklassen 75 und 80 Kilogramm ab. Aus Ungarn hat U23-Europameister Istvan Vancza auf dem Dinkelberg angeheuert. Der Greco-Spezialist ringt in den Gewichtsklassen 71 und 75 Kilogramm.

Neu zum Adelhausener Bundesligateam zählt auch Kiril Milov. Das Greco-Ass in den schweren Gewichtsklasse 98 und 130 Kilogramm gibt sich als Vizeweltmeister die Ehre. Mit acht Leistungspunkten hat der Bulgare den höchsten Wert im TuS-Bundesligateam. Zudem ringen neu in der Bundesliga-Staffel der Pole Sebastian Jezierzanski (Freistil, 86/98 kg), der Spanier Levan Metreveli (Freistil, 57/61 kg) sowie Benny Vogt (G, 71/75 kg) und Rückkehrer Kevin Henkel (71/75 kg).

Nicole Oswald sorgt sich um die einheimischen Kräfte Sascha Keller und Felix Frei. Sie haben wegen der Corona -Pandemie einen enormen Trainingsrückstand, konnten nicht wie die Kader-Athleten regelmäßig trainieren. „Doch beide arbeiten daran, die Defizite auszugleichen“, reckt Oswald den Daumen hoch.

Timo Zimmermann klärte über die angedachten Hygiene-Maßnahmen auf: „Wir werden das Hygiene-Konzept des Deutschen Ringer-Bundes vollständig umsetzen. Dazu wurde für die Halle ein Zonenkonzept erarbeitet. Das Wiegen findet in der Halle statt. Unter anderem wird die Ringer-Matte nach jedem Kampf desinfiziert.“

Der Bundesliga-Kader des TuS Adelhausen:

57/61 kg: Nedyalko Petrov, Levan Metreveli.

61/66 kg: Ivo Angelov.

66/71 kg: Manuel Wolfer, Mavrikos Theodoridis.

71/75 kg: Istvan Vancza, Kevin Henkel, Benny Vogt,

75/80 kg: Stephan Brunner, Georgi Sulava.

80/86 kg: Bozo Starcevic, Sascha Keller, Dominik Gegeny.

86/98 kg: Arian Güney. Sebastian Jezierzanski.

98/130 kg: Kiril Milov, Felix Kraft.

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