Ringen Neuer Trainer, neue Ausrichtung

Trainer-Dreigestirn beim TuS Adelhausen: Florian Hassler (Mitte) sowie Axel Asal (l.) und Pascal Ruh sind voller Tatendrang.Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

Überraschungspaket unter dem Christbaum: Ringer-Bundesligist TuS Adelhausen präsentiert zum Weihnachtsfest einen neuen Cheftrainer. Für Bernd Reichenbach übernimmt Florian Hassler das Ruder. Nach einem Sabbatjahr sprüht der 34-Jähriger vor Tatendrang.

Von Mirko Bähr

Rheinfelden-Adelhausen. Auf dem Dinkelberg nutzten die Verantwortlichen die Corona-Pause, um sich intensive Gedanken über die künftige Ausrichtung zu machen. Klar ist: Der Austausch zwischen Jugend- und Aktivbereich soll intensiviert werden, der Übergang fließender sein. Auch im Bereich des Marketings wird eine Professionalisierung erfolgen.

Geklärt ist die Trainerfrage: „Ich bin motiviert, die Akkus sind wieder voll“, erklärt der Nachfolger Bernd Reichenbachs, der aus gesundheitlichen Gründen seinen angestammten Platz in der TuS-Ecke abtreten musste. „Bernd ist bei uns weiterhin immer willkommen“, sagt Timo Zimmermann, der Ringer-Chef, der sich mit Nicole Oswald, Maik Hohler und Sascha Keller von der Sportlichen Leitung schnell auf einen Wunschkandidaten festlegte: Hassler.

„Er ist einer der besten Greco-Trainer in Baden-Württemberg“, führt Zimmermann aus. Nach mehreren Gesprächen war man sich einig, von nun an gemeinsam an einem Strang zu ziehen.

Ausschlaggebend für diese Entscheidung war auch das positive Feedback des Nachwuchsverantwortlichen des Vereins. Axel Asal war Feuer und Flamme, als er erfuhr, dass Hassler, der die A-Lizenz besitzt, den Cheftrainerposten übernehmen sollte. Schließlich stehe der frisch verheiratete Zeller für Verlässlichkeit, großes Engagement und Akribie.

„Er hat Erfahrung gesammelt, kommt aus der Region, vor allem arbeitet Flo sehr strukturiert.“ Das alles habe Hassler in seiner Zeit als RG-Coach (zwei Jahre als Jugend- und vier Jahre als Aktivtrainer) und in den bislang fünf Jahren als Nachwuchstrainer der Bezirks-Talente bewiesen. „Wir wären blöd gewesen, wenn wir diese Chance hätten verstreichen lassen.“

Asal, dem gerade die Jugend sehr am Herzen liegt, ist sich sicher, dass Hassler die TuS-Talente technisch und taktisch weiterbringe. „Er entwickelt Talente weiter. In den nächsten Jahren werden so einige Ringer aus der Jugend rauskommen. Wir wollen ihnen das nötige Rüstzeug mitgeben. Und vielleicht sehe ich irgendwann mal einen meiner Schützlinge in der Bundesliga. Da würde mir das Herz aufgehen.“ Hassler sei ein weiteres Puzzleteil, das noch gefehlt habe.

„Wir haben einige Kandidaten aufgeschrieben, sind aber schnell bei Flo gelandet“, meint Keller. Selbst habe er einige Male gegen Hassler gerungen. „Er hatte eine faszinierende Technik.“ „Unter Sportlern unterhält man sich auch, da gab es immer nur positive Stimmen“, macht Keller zudem deutlich.

„Es hat zwar etwas gedauert, bis wir Vollzug melden konnten, aber dafür ist es die optimale Lösung“, erklärt Hohler. Nun gelte es, Gas zu geben in Sachen Kaderplanung. „Ein Grundgerüst steht, jetzt wollen wir gemeinsam anschauen, wer noch zu uns passt und wen wir unbedingt haben möchten. Aber es wird nicht einfach. Auch, weil wir vergangene Saison nicht gemeldet haben. Nun müssen wir Überzeugungsarbeit leisten und die Kandidaten von unserem Weg überzeugen.“

Bis Mitte/Ende März will man den Kader zusammen haben. Erst dann könne seriös eine Zielsetzung genannt werden. Ein Ziel sei aber, wieder eine dritte Mannschaft ins Rennen zu schicken. Das sei gerade für den Nachwuchs wichtig, um erste Aktivluft zu schnuppern.

„Ehrlich, ich habe nicht geglaubt, dass wir einmal alle zusammen im TuS-Boot sitzen. Aber ich finde es schön und es ehrt mich auch“, lässt Hassler wissen, der sich nach Gesprächen mit der Familie und einer „offenen und ehrlichen Kommunikation“ mit der RG für den Job auf dem Dinkelberg entschieden hat.

Er mache jetzt einen weiteren Schritt in seiner Trainerkarriere und freue sich auf die Zusammenarbeit. Vor allem auch auf den intensiven Austausch mit Asal. Das Duo wird ergänzt durch Pascal Ruh, der den B-Trainerschein in der Tasche hat und nun erste Erfahrungen sammeln soll. „Wir sind ein Dreigestirn, denn es ist viel Arbeit, die erledigt werden muss. Da ist es besser, wenn wir breit aufgestellt sind“, sagt Hassler. Man werde sich untereinander abstimmen und immer wieder besprechen.

Ein Gegner muss schon bis Rundenbeginn im Herbst auf die Bretter geschickt werden: Corona. „Wir hoffen das Beste“, sagt Zimmermann.

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