Ringen Neustart erfolgt in der Verbandsliga

Rolf Rombach
Tamara Kähny, Vorsitzende des TuS Adelhausen. Foto: Rolf Rombach

Der Südbadische Ringerverband hat über den Rückzug des bisherigen Erstbundesligisten entschieden und den TuS Adelhausen in die Verbandsliga Südbaden aufgenommen.

Es war ein Paukenschlag für Ringerdeutschland, als am vergangenen Samstag der TuS Adelhausen seinen Rückzug aus dem kompletten Bundesliga-Geschäft veröffentlichte. Der langjährige Erstbundesligist war für die ab September beginnende Saison in der zweiten Bundesliga gemeldet, nachdem sich im Dezember die Vereinsführung entschlossen hatte, nicht mehr dem Wettrüsten im Oberhaus Folge zu leisten, sondern einen Neuanfang in der zweiten Liga zu vollziehen, damit mehr Eigengewächse eine realistische Chance auf der Matte hatten.

Mehr externe Ringer aus der Region sollten die internationalen Legionäre ersetzen. Darunter war der Südbadische Meister Thomas Gebhardt vom KSV Appenweier. Nach dem Weggang einiger Leistungsträger mussten sich die Verantwortlichen erneut neu sortieren, stand doch die Konkurrenzfähigkeit in Frage. In Anbetracht der Kosten für die Fahrten zu den Auswärtskämpfen bis Krefeld und den Gebühren für Kampfrichter änderte sich an den Ausgaben für den TuS Adelhausen jedoch in der Zweiten Bundesliga nur wenig im Vergleich zur Ersten Bundesliga.

Mit dem vollzogenen Rückzug erfolgte nun eine Rückstufung auf Verbandsebene. Auf Grund der kurzfristigen Meldung bestand die Überlegung, den TuS Adelhausen in der Oberliga Südbaden starten zu lassen, wo bisher die Reserve antrat. Diesen Platz nimmt nun der ASV Urloffen II als Dritter der vergangenen Verbandsliga-Saison in Anspruch. Der TuS übernimmt dessen Platz. TuS-Vorsitzende Tamara Kähny nimmt die Entscheidung gelassen hin: „Es ist gemäß der Regularien. Wir haben 2019 geklagt, dass Regeln eingehalten werden, entsprechend werden wir uns dem nun fügen. Es ist für uns vollkommen in Ordnung.“ Denn in der Oberliga Südbaden hätte der TuS einer Aufstiegssperre unterlegen, die nun damit hinfällig ist. Und Kähny freut sich schon auf das Derby beim SV Gresgen zum Saisonauftakt am 7. September. Die Reservemannschaft wird in der Bezirksliga Breisgau-Oberrhein an den Start gehen.

Wie der Kader aussieht, wird sich in den kommenden beiden Wochen ergeben. Bis zum 31. Mai läuft noch der Wechselzeitraum. Klar ist, dass die beiden Neuzugänge Thomas Gebhardt und Markus King nun nicht auf den Dinkelberg wechseln. „So fair sind wir. Die Lizenzen waren noch nicht eingereicht und sind inzwischen vernichtet“, erläutert Kähny. Der Verein möchte seinen angestrebten Weg nun in Ruhe fortsetzen. Das heißt: Den eigenen Nachwuchs Schritt für Schritt für höhere Ligen vorbereiten und eines Tages mit diesem Team zurück in die Bundesliga kommen. Neben der Ringerjugend wird auch der Breitensportnachwuchs gefördert und erhält in diesem Jahr neue Turngeräte. „Ich bin von unserem Konzept überzeugt. Es ist weiterhin ein gut strukturierter und stabiler Verein“, beteuerte Kähny.

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