Kleines Wiesental - So ein Abstiegskampf ist nichts für schwache Nerven. Die Enttäuschung nach der knappen Niederlage der WKG Weitenau-Wieslet in Hofstetten war riesig.

Die Emotionen kochten hoch. „Es gab ein paar unglückliche Entscheidungen gegen uns, das Ganze hat sich hochgeschaukelt“, erzählt Kai Vögtlin die Geschehnisse, an deren Ende Bier in Richtung Kampfrichter flog und Marius Schäuble schwer verletzt aufgeben musste. „Das sollte natürlich nicht vorkommen. Der Fan hat sich gleich nach dem Kampf beim Referee entschuldigt“, sagt Vögtlin.

Totalschaden im Knie

Der muss nun aber auf den nächsten Ringer verzichten. Schäuble hat sich bei der „unsportlichen Aktion, die nicht abgepfiffen wurde“, einen Totalschaden im Knie zugezogen. „Der Gegner hat beim Beindurchzug die Zehen Schäubles gefasst, das darf man nicht“, weiß Vögtlin. Nun fällt Schäuble mit einem Kreuzbandriss, Außenbandriss, Knorpelschaden und Meniskusriss lange, lange aus.

Die WKG wird heuer vom Pech verfolgt. Auch Michael Herzog, Fingerverletzung nach Arbeitsunfall, und Marcus Mickein, Knieverletzung, werden nicht mitmischen können, wenn es am Samstag, 20 Uhr, in der Tegernauer Mehrzweckhalle gegen den Tabellenzweiten KSV Schriesheim geht.

„Wir bleiben motiviert"

„Man muss der Tatsache ins Auge sehen. Wenn die Gäste mit der normalen Aufstellung kommen, dann haben wir keine Chance“, macht Vögtlin klar. Viel wichtiger sei, dass sich die einzelnen Akteure bei ihren Kämpfen gut aus der Affäre ziehen würden. Gerade auch im Hinblick auf die kommenden Wochen. „Wir bleiben motiviert und schenken keinen Kampf her.“

Vögtlin glaubt nicht, dass es in dieser Saison in der Rückrunde zu den schon fast zur Gewohnheit gewordenen kuriosen Ergebnissen kommt. „Die RKG Reilingen-Hockenheim ist Erster, will hoch“, ist er sich sicher.