Ringen OberrheinKlubs holen fünf Titel

Südbadischer Meister: Leonid Zavarin vom TuS Adelhausen. Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Egal in welcher Stilart: Bei der Jugend geben der VfK Radolfzell und die RG Lahr in Südbaden derzeit den Ton an.

Taisersdorf/Owingen (lh). Wie schon vor zwei Wochen siegte der Radolfzeller Nachwuchs bei den Südbadischen Meisterschaften in der Gesamtwertung der A-, B- (beide griechisch-römisch) und C-Jugend (Freistil) mit 68 Punkten vor Lahr (47). Dann kam schon der Oberrhein. Dritter wurde der TuS Adelhausen mit 35 Zählern vor dem TSV Kandern (31), dessen starker Nachwuchs Hoffnung für die Zukunft macht. Der RSV Schuttertal (26) und ASV Vörstetten (20) folgten auf den Plätzen fünf und sechs.

Ausrichter war der KSV Taisersdorf, der in die Sporthalle nach Owingen auswich. Mit insgesamt 167 Teilnehmern waren exakt 20 Jugendringer weniger am Start als bei den vergleichbaren Titelkämpfen vor zwei Wochen in Haslach (wir berichteten).

Wer Südbadischer C-Jugendmeister im freien Stil werden will, muss am häufigsten einen Ringer der RG Lahr besiegen. In dieser Altersklasse stellten die Lahrer allein vier der zehn Meister. Sie lagen in der Vereinswertung mit 32 Punkten vor Radolfzell (28) und Urloffen (15).

Immerhin stellte der TuS Adelhausen in dieser Altersklasse einen Südbadischen Meister. Dies gelang Nikita Revin in der Gewichtsklasse bis 38 Kilogramm. Sein Vereinskollege Wladislaw Melnikov belegte in der Klasse bis 34 Kilogramm Rang zwei. Der Sprung aufs Podest gelang auch Mika Mühlemann (bis 31 kg, RG Hausen-Zell) als Dritter. Sein Kumpel Ole Dreier (bis 29 kg) wurde Vierter.

Gut verteilt sind die Kräfteverhältnisse bei der B-Jugend. Neun Titel wurden hier vergeben, die acht Klubs unter sich aufteilten. Nur der KSV Haslach war zweimal erfolgreich, lag aber in der Vereinswertung mit 17 Punkten hinter dem TSV Kandern (21) und Radolfzell (23) auf Rang drei.

Der TSV Kandern war in der B-Jugend der stärkste Oberrhein-Verein. Er stellte mit Felix Anselm (bis 52 kg) einen Südbadischen Meister und holte durch Milian Zambó (bis 35 kg), Emil Müller (bis 41 kg) sowie Sergin Sidor (bis 45 kg) dreimal Bronze. Zudem wurde Phil Sütterlin (bis 45 kg) Vierter. Der TuS Adelhausen durfte sich auch über einen Meister freuen. Den Titel sicherte sich Julius Kummer in der Klasse bis 35 Kilogramm. Sein Vereinskollege Ianis Buzan wurde in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm Sechster. Einen vierten Platz durch Emil Dreier hatte die RG Hausen-Zell in der Klasse bis 35 Kilogramm auf der Rechnung.

Ein ähnliches Bild ergab sich bei der A-Jugend. Je zweimal stellten der VfK Radolfzell, TuS Adelhausen und die RG Lahr einen Meister und lagen in dieser Reihenfolge in der Vereinswertung mit 17, 16 und 15 Punkten sehr eng beieinander.

In dieser Altersklasse feierte der TuS Adelhausen zwei Meistertitel. Ganz oben auf dem Treppchen standen Norman Trübe (bis 45 kg) und Leonard Zavarin (bis 80 kg). Jeweils Silber sicherten sich bei diesen „Südbadischen“ Nick Naumann (bis 60 kg, TuS Adelhausen), Darius Kiefer (bis 65 kg, RG Hausen-Zell) und Esli Rediger (bis 71 kg, TSV Kandern). Sein Bruder Mika Rediger (bis 71 kg) wurde Dritter und Klubkamerad Aleander Anselm (TSV Kandern) Vierter.

Das große Plus des VfK Radolfzell ist, dass er in beiden Stilarten und in allen drei Jugendaltersklassen etwa gleichmäßig stark besetzt ist. Das erreicht kein anderer Verein im Verband zurzeit auch nur annähernd, weshalb eine Wachablösung an der Spitze noch eine ganze Weile andauern dürfte.

Betrachtet man die Landesmeisterschaften bei der Jugend nicht nach Austragungswochenende, sondern getrennt nach Stilart, ergibt sich ein kaum anderes Bild. Im freien Stil liegt Radolfzell mit 62 Punkten vor Lahr (59), Adelhausen (40), Kandern (36), Schuttertal (27) und Vörstetten (25). Im griechisch-römischen Stil rangieren hinter Radolfzell (67) Urloffen (51), Lahr (39), Tennenbronn (31), Adelhausen (26) und RKG Freiburg 2000 (23).

Auch hinsichtlich der Teilnehmerzahlen kann den Bodensee-Ringern (noch) niemand das Wasser reichen. Sie schickten bei der Jugend in beiden Stilarten insgesamt 40 Ringer auf die Matte. Mit großem Abstand folgten Adelhausen (29), Kandern (29), Lahr (25), Appenweier und Urloffen (je 20).

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