Ringen RG Hausen-Zell gewinnt Derby in Rheinfelden

SB-Import-Eidos
RG-Auftaktringer Luca Zeh (oben) setzte mit seinem Schultersieg das erste Ausrufezeichen gegen den KSV Rheinfelden. Foto:

Rheinfelden/Kleines Wiesental-Tegernau (rom). Des einen Freud, des andern Leid. Mit dem 11:17-Endstand des KSV Rheinfelden gegen die RG Hausen-Zell stehen die Hochrheinringer als erster Absteiger der Regionalliga Baden-Württemberg fest. Mit dem Derby-Sieg verbessert sich die RG auf den achten Tabellenplatz, der nach dem aktuellen Tabellenstand der zweiten Bundesliga Süd sogar zum Klassenerhalt reichen würde.

Unter dieser Prämisse hätte die WKG Weitenau-Wieslet bereits den Klassenerhalt sicher. Mit einem taktisch erarbeiteten, hauchdünnen 17:16-Heimsieg gegen den KSV Tennenbronn sind die Kleinwiesentäler nicht mehr vom TSV Ehingen (9.) einzuholen.

WKG-Schachzug bringt den Erfolg

Jeweils fünf Duelle konnten die Teams in Tegernau für sich entscheiden. „Ein irres, knappes Ding mit dem besseren Ende für uns“ beschrieb WKG-Trainer Kai Vögtlin den nervenaufreibenden Abend. Gleich beide Auftaktringer mussten nach der Pausenführung noch ihre Punkte abgeben. Der 8:0-Punktsieg von Axel Graff (61 kg-Freistil) und der Schultersieg von Simon Dürr (66 kg-Greco) verkürzten dann zum 7:9-Pausenstand. Gegen den defensiv eingestellten Timo Nagel gelang Dennis Kronenberger (86 kg-Freistil) dennoch ein 6:1-Erfolg zum Ausgleich. Dann folgte der Schachzug der WKG: Greco-Mann Stefan Kilchling kochte auf die 71er-Klasse ab und errang stilartfremd im Freistil einen Schultersieg. Durch den Aufgabesieg von Jonas Dürr (80 kg-Greco) beim Stand von 13:6 führte die WKG vor den Schlussduellen mit acht Punkten. Nico Streule (75 kg-Greco) war chancenlos gegen Top-Mann Fabian Reiner und unterlag technisch überhöht. Doch Simon Leisinger (75 kg-Freistil) behielt die Nerven und kam mit 0:9 über die Zeit, was zum Heimsieg reichte.

Je fünf Einzelsiege in Rheinfelden

Obwohl der KSV Rheinfelden und die RG Hausen-Zell jeweils fünf Einzelsiege verbuchten, war der Abstand mit 11:17 am Ende deutlich. Etwas mehr Biss legten die Gäste an den Tag, wie bereits Auftaktringer Luca Zeh (57 kg-Greco) bewies. Mit einem Untergriff legte er KSV-Neuzugang Bogdan Kosariev in der dritten Minute auf den Buckel. Sogar RG-Trainer Sven Kiefer schnürte die Ringerstiefel und stellte sich gegen Eduard Frick (130 kg-Freistil). Der Rheinfelder setzte sich mit 6:1 durch. Ebenfalls siegreich seine Kameraden Dominik Gegeny (98 kg-Greco gegen Darius Kiefer) mit 7:5 und Fabian Wepfer (66 kg-Greco gegen Jonas Deiß, 5:4). Umgekehrt bauten Darwish Mahmodi (61 kg-Freistil, 13:6 gegen Sasha Hinderer), Adrian Recorean (86 kg-Freistil, 15:0 gegen Manuel Hirche) und Ivan Guidea (71 kg-Freistil gegen Vincent von Czenstkowski, 18:2) die RG-Führung aus.

Mit Durchdrehern und einem Ausheber punktete sich Keven Kähny (80 kg-Greco) gegen Daniel Götz zu einem 12:0 und verkürzte zu Gunsten des KSV. Doch Alexandru Solomon (75 kg-Greco) blieb gegen Zsolt Berki bei seinem 8:0-Sieg klar tonangebend und sicherte der RG den vorzeitigen Sieg. Damit wurde der Überlegenheitssieg von KSV-Schlussmann Andrius Reisch (75 kg-Freistil gegen Luca Köpfer) unbedeutend.

  • Bewertung
    0

Umfrage

Kampfjets

Nachdem die Bundesrepublik nun doch Kampfpanzer an die Ukraine liefert, werden erste Forderungen nach Kampfjets laut. Wie beurteilen Sie diese Entwicklung?

Ergebnis anzeigen
loading