Ringen Ringer wollen auf die Matte

Hautnah und voller Elan: Wie es mit dem Ringen in diesem Jahr weitergeht, ist weiter unklar.Foto: Uli Nodler Foto: Die Oberbadische

Genauso überraschend, wie schnell manche Verbote im Rahmen der Corona-Pandemie gekommen sind, so zügig gehen nun so manche Lockerungen über die Bühne: Das stellte jedenfalls die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Baden-Württemberg der Ringerverbände im Südwesten vergangene Woche erfreut fest. Vielleicht können sich die Griffkünstler doch noch in diesem Jahr auf der Matte messen?

Von Rolf Rombach

Lörrach/Mühlacker. Staffelleiter Hardy Stüber (Mühlacker) informierte am Wochenende die Vereine der Regionalliga über die Pläne der Landesverbände Südbaden, Nordbaden und Württemberg: „Wir, das ARGE-Präsidium, sind ebenso der Meinung, dass es wichtig ist, auch oder gerade in diesem Jahr präsent zu sein. Ein Jahr ohne Verbandsrunde, ohne unser Ringen, ist ein Jahr ohne mediale Präsenz.“ Damit verbunden sei die Sorge, dass den Vereinen dadurch auch Sponsoren verloren gehen könnten, die zur Aufrechterhaltung des Sportbetriebes zwingend notwendig seien.

Zur Erleichterung sollen zum einen die Rahmenbedingungen angepasst werden, um Kosten entsprechend zu minimieren, andererseits erfolgt die endgültige Entscheidung über die Durchführung am 31. Juli entsprechend der dann gültigen Landesrichtlinien zur Corona-Prävention. Klar ist: Die Saison startet wie die Bundesliga frühestens einen Monat später am 3. Oktober.

Gruppenphase oder längere Saison?

Durch den späteren Start fehlen vier Samstage im Wettkampfkalender. Daher sieht der geänderte Zeitplan vor, mittels zwei zusätzlicher Doppelkampftage (21./22. November sowie 11./ 13. Dezember) die Verschiebung zu minimieren, sodass der Saisonabschluss am 2. und 9. Januar stattfinden könnte.

Alternativ soll der Wettkampfkalender durch die Aufteilung in eine Gruppen- und Finalphase verkürzt werden. Derzeit läuft die Abfrage unter den Regionalliga-Vereinen, welcher Modus bevorzugt wird. Im Falle der Gruppenlösung werden die zehn Vereine regional aufgeteilt und ringen ab dem 28. November die finalen Platzierungen aus.

Während die Gruppendritten bis zum 5. Dezember den Liga-Fünften unter sich ausmachen, geht es für die anderen Teams über Kreuz um den Auf- und Abstieg. Die finalen Duelle fänden am 12. und 19. Dezember statt, wodurch der traditionelle Saisonabschluss vor Weihnachten möglich bliebe.

Die WKG Weitenau-Wieslet und Bundesliga-Absteiger RG Hausen-Zell kämen mit den nordbadischen Vertretern ASV Ladenburg, KSV Schriesheim und der SG Nieder-Liebersbach in die Gruppe 2. Die weiteren südbadischen Teams (KSV Hofstetten, KSV Gottmadingen und KSV Tennenbronn) wären mit der KG Baienfurt und dem württembergischen Aufsteiger AB Aichhalden in Gruppe 1.

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