Ringen Tadelloser TuS lässt nichts anbrennen

Ist aktiver und damit auch wieder erfolgreicher: Manuel Wolfer (rot) vom TuS Adelhausen Foto: Mirko Bähr

Auch das zweite Südbaden-Derby hat der TuS Adelhausen für sich entschieden. Und zwar klar. Nach dem Sieg in Urloffen, fegten die Dinkelberger nun auch die RKG Freiburg 2000 mit 22:8 aus der Halle. Aus einem engen, spannenden Duell wurde es nichts, auch weil dem TuS alles gelang. „Das war eine tadellose Mannschaftsleistung“, strahlte Chefcoach Florian Hassler.

Von Mirko Bähr

Rheinfelden-Adelhausen. Die Heimfans kamen aus dem Jubeln gar nicht mehr raus. Applaus gab es für alle zehn Mann im roten Trikot. Auch für die einzigen beiden Verlierer an diesem Abend. Schließlich hatten sich Co-Trainer Pascal Ruh (98 kg-Freistil/Lars Schäfle) und Freistil-Spezialist Stephan Brunner (75 kg-Greco/Valentin Petic) in den Dienst der Mannschaft gestellt, weil Sebastian Jezierzanski und Istvan Vancza aufgrund der anstehenden WM keine Freigabe erhielten.

Das war es dann aber auch schon mit der Freiburger Herrlichkeit. Der TuS machte schnell klar, wer der Herr im Hause ist. „Jeder hat mehr als 100 Prozent gegeben“, lobte Hassler sein Team, das deutlich gemacht hat, dass Adelhausen in der Südwest-Gruppe der Bundesliga zumindest gleich hinter Köllerbach ins Ziel kommen möchte.

Dass es am Ende so deutlich wurde, lag auch daran, dass der Pausengong den Mallorquiner Levan Metreveli (57 kg-Freistil) vor einer Schulterniederlage bewahrte. Nach einem Durchdreher war er von Nihail Lapp ausgekontert worden. Dank seiner Beinangriffe gewann Metreveli am Ende mit 7:2.

„Mir fehlen die Worte“: Wenn Hassler über Schwergewichtler Felix Krafft spricht, dann nur positiv. „Er gibt Vollgas, ist mental voll auf der Höhe und setzt alles genau so um, wie wir es ihm vorgegeben haben.“ Dran glauben musste diesmal Maximilian Remensberger. Kraft, der Freistil-Spezialist, war in diesem Greco-Kampf, der überlegene Mann (7:0).

Wenig Mühe hatte Ivo Angelov (61 kg-Greco), der nach seiner überraschenden Schulterniederlage im ersten Heimkampf der Saison nun wieder auf die Erfolgsspur zurückkehrte und Mirco Rodemich mit 16:0 besiegte. Nach Ruhs 0:15 gegen Schäfler ließ Manuel Wolfer (66 kg-Freistil) diesmal keine Zweifel aufkommen. Nach zwei Niederlagen und Startschwierigkeiten fand er gegen Masi Salahi immer besser zurecht, ging immer aktiver zu Werke und wurde nach 3:32 Minuten, einer Serie von Beinschrauben und einer Außenbandverletzung seines Gegners zum Aufgabesieger erklärt. Wolfer führte zu diesem Zeitpunkt mit 17:4. „Manuel muss Beinangriffe machen, und zwar immer und immer wieder“, macht Hassler deutlich.

Auch Arian Güney (86 kg-Greco) ist auf die Siegerstraße zurückgekehrt. In einem Kampf auf Augenhöhe setzte sich der TuS-Ringer mit 3:3 gegen Mihail Bradu durch. „Eine Leistungssteigerung“, wie Hassler befand.

Keine Blöße gab sich auch Manrikos Theodoridis (71 kg-Greco) gegen Andrej Janzen. Gänzlich ohne Risiko kam er zu einem ungefährdeten 5:1-Punktsieg.

Der Georgier Giorgi Sulava (80 kg-Freistil) zeigte bei seiner Heimpremiere, was er so alles drauf hat. „Eine echte Verstärkung. Er ringt es so klasse aus“, zog Hassler den Hut nach dem begeisternden 11:1 gegen RKG-Trainer Jon Vasilachi, der unter anderem mit einer tiefen Schleuder auf die Matte befördert wurde.

Brunner, der eigentlich im Freistil zuhause ist, zeigte Teamgeist, ging im Greco gegen Petic auf die Matte und hatte schließlich keine Chance. Zuvor brauchte Kevin Henkel (75 kg-Freistil) nicht sonderlich schwitzen. Sein Gegenüber Kevin Spiegel war nicht nur gehandicapt, er hatte auch noch Übergewicht. So dass bereits auf der Waage die vier Teamzähler für den TuS, der genauso wie die Freiburger nicht in Bestbestzung antreten konnte.

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