Ringen Urloffen weiter in der 1. Bundesliga

Ringen
Bundesliga-Kampfrichter und DRB-Vizepräsident Manuel Senn hat die einmalige Entscheidung des Verbandes mitgetragen.                                        Foto: Rolf Rombach

Kornwestheim (rom). Der TuS Adelhausen darf sich auch in der kommenden Bundesliga-Saison auf ein südbadisches Derby freuen. Liga-Konkurrent ASV Urloffen bleibt nun überraschend doch in der Beletage des Ringens.

Wie der deutsche Ringerbund (DRB) am Wochenende bekannt gab, wurde nach ausführlichen Gesprächen mit den beteiligten Vereinen der ersten und zweiten Bundesliga eine „einmalige Regelung zum Wohle des Ringkampfsports“ getroffen. Die beiden Erstliga-Siebten ASV Urloffen (Gruppe West) und der AV Germania Markneukirchen (Ost) müssen nicht absteigen, da die Zweitliga-Vizemeister SRC Viernheim (Gruppe Süd) und RV Lübtheen (Gruppe Nord) auf ihr Aufstiegsrecht verzichten.

Kuriose Auftritte einiger Zweitligavereine

Nach kuriosen Auftritten einiger Zweitliga-Vereine sah sich der DRB demnach zum Handeln gezwungen. Viele Zweitliga-Vereine scheuen scheinbar erneut den Aufstieg in die erste Liga, wie es vor der Abschaffung der zweiten Bundesliga Ende 2016 teilweise bereits der Fall war. Häufig werden fehlende Konkurrenzfähigkeit im Vergleich mit den etablierten Erstligisten sowie höhere Kosten als Argumente gegen den Aufstieg gemutmaßt.

Sehr deutlich wurde die Abneigung gegen den Start im Oberhaus im Duell der potenziellen Vizemeister RKG Reilingen-Hockenheim und KSV Rimbach. Beide Vereine traten gegeneinander nur mit acht Ringern an um scheinbar gezielt eine Niederlage einzufahren. Am Ende wurde der SRC Viernheim dadurch Vizemeister und stand damit in der Pflicht zum Aufstieg. „Wir konnten in einem sehr konstruktiven Gespräch mit den Vereinen eine einmalige Regelung finden, die zugunsten der Vereine getroffen wurde. Zusätzlich ist es dem Umstand geschuldet, dass aktuell noch drei offene Verfahren in der 2. Bundesliga beim DRB-Rechtsausschuss I beziehungsweise II liegen“ betont der Bundesverband DRB-Vizepräsident Bundesliga Manuel Senn (Kornwestheim).

Zumindest in die zweite Bundesliga zieht es mehrere Vereine aus den darunter liegenden Ligen.

Neben dem Meister der Regionalliga Baden-Württemberg, SV Germania Weingarten, der bereits als Aufsteiger feststeht, bewerben sich für die offenen Plätze in der zweiten Liga mit dem VFK Lünen-Süd, dem TSV Gailbach, den Wrestling Tigers Rhein Nahe, der WKG Ludwigshafen und dem TV Essen-Dellwig nicht weniger als fünf Mannschaften für die offenen drei Plätze, die am 14. Januar in einem Relegationsturnier ausgekämpft werden.

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