Ringen Wehwehchen sind versorgt

Zell Wiesental/Muttenz - Kräftig ins Schwitzen gekommen ist Leon Gerstenberger bei der Präsentation der Neuzugänge der RG Hausen-Zell. Die fand in der Rennbahnklinik in Muttenz statt, und der 20-Jährige durfte gleich unter professioneller Betreuung aufs Laufband zum Leistungstest. Er nahm es mit einem Lächeln. Kein Wunder, der junge Kerl ist fit wie ein Ringerstiefel.

Die in der vergangenen Saison immer wieder einmal zutage tretenden Personal-Wehwehchen haben die Verantwortlichen des Bundesligisten aus der Schwanenstadt versucht auszumerzen. Um die körperlichen Blessuren kümmern sich Teamarzt Dr. Gerrit Behrens und die Rennbahnklink in Muttenz, wo der Verein am Dienstagabend seine Neuzugänge präsentierte und einigen seiner Sportler Einblicke in die Bereiche Leistungsdiagnostik und Biomechanik ermöglichte. Auch Chefarzt Dr. Frank Denzler nahm sich der Gäste an.

„Wir liegen auf einer Wellenlänge“, freute sich RG-Marketingchef André Huber über die „höchst professionelle“ Zusammenarbeit mit dem Gesundheits- und Präventionspartner. Und das sei nicht bloß eine Floskel. So werden verschiedenste Methoden in den Trainingsalltag integriert. Und da sei noch Luft nach oben, wie Behrens nüchtern feststellte.

Auch in Sachen Kader war beim letztjährigen Bundesliga-Aufsteiger noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Auch wenn das Budget einmal mehr nicht erhöht worden sei, sei es gelungen, die Baustellen zu schließen, wie die RG-Macher zufrieden feststellten.

Laszlo Szabolcs und Gergö Wöller seien sicherlich Top-Ringer, doch das helfe einem nicht weiter, wenn sie nicht zur Verfügung stünden, sagt Coach Florian Hassler. Das routinierte Duo wird ebenso nicht mehr zum Kader gehören wie auch Benny Vogt und Vladislav Wagner.

„Wir haben da etwas unternommen, wo wir etwas machen mussten“, ist Sportchef Ralf Wagner guter Dinge. Da wäre beispielsweise das Fliegengewicht: Hier wurde das rumänische Talent Razvan Marian Kovacs verpflichtet. Im Freistil in den Klassen 66 und 71 Kilogramm ist Leon Gerstenberger aus Wurmlingen zuhause, der von Oberligist ASV Nendingen kommt und „großes Potenzial“ besitzt, sind die RG-Funktionäre überzeugt. Der 20-Jährige gewann vergangene Runde alle 16 Kämpfe. „Ich möchte höher ringen“, sagt er.

Dritter Neuzugang ist Arkadiusz Böhm (28) von der KG Laudenbach/Sulzbach. Der erfahrene Ringer wird die Freistil-Klassen bis 71/75 Kilogramm abdecken. Des Weiteren wurden die Eigengewächse Luca Zeh, Manuel Kiefer und David Affutu-Nartey mit Bundesligalizenzen ausgestattet. Das ist wohl noch nicht alles. „Ihr werdet noch von uns hören“, lässt Wagner vielsagend wissen.

Bei seinem Heimatverein weiter ringt Halbschwergewichts-Ass Oli Hassler, und auch die rumänische Achse mit Virgil Munteanu, der sich auch in Zell niedergelassen hat, Ivan Guidea sowie Schwergewichtler Daniel Rares Chintoan, der sich nach seiner schweren Ellenbogenverletzung wieder im Training befindet, bleibt der RG treu.

Dasselbe gilt für die beiden Trainer Florian Hassler und Adrian „Bubi“ Recorean. „Das ist sind unsere Dynamitstangen, man weiß nie, wann sie explodieren. Sie sind immer 1000 Prozent dabei. Wir freuen uns, dass ihr weitermacht“, meint Huber und gibt als Ziel den Klassenerhalt an. „Das erste Jahr in der Bundesliga war sehr lehrreich“, sagt Flo Hassler.

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