Ringen Wepfers Kraftakt bringt den Sieg

So sehen Sieger aus - Fabian Wepfer (unten) dreht sich aus der gefährlichen Lage. Foto: Rombach

Nervenkitzel hoch drei in der Regionalliga: Der KSV Rheinfelden siegte am Sonntag schließlich in heimischer Halle gegen den ASV Ladenburg mit 16:15-Punkten.

Rheinfelden (rom). Das sind die Erlebnisse, die lange im Gedächtnis bleiben. Am Sonntag stand es beim KSV Rheinfelden vor dem letzten Kampf 15:14 für den ASV Ladenburg.

Zuletzt immer mit Ersatzleuten bestückt, wurde der Schlusskampf nahezu hergeschenkt in einer Liga, die selten so ausgeglichen war wie in diesem Jahr. Doch KSV-Trainer Sascha Oswald ist lange genug im Geschäft und weiß auch taktisch die letzten Prozente aus seinem Team zu holen.

Anfangs sah es allerdings nicht danach aus, dass sein Ass stechen sollte. Fabian Wepfer musste im Greco-Weltergewicht gegen den sieben Kilogramm schwereren Nikita Eliseev antreten. Der A-Jugendliche holte Wepfer zunächst mit zwei Kopfzügen auf die Matte. War der erste Griff am Mattenrand noch direkt übertragbar, was Wepfer zwei Punkte brachte, sah die zweite Aktion nach einem Schultersieg des Ladenburgers aus. Doch Wepfer kämpfte sich heraus und blieb fortan der aktivere Ringer. Immer wieder brachte sein Drang an den Mattenrand Punkte.

In der zweiten Runde folgten nach der angeordneten Bodenlage zwei Verwarnungen wegen Kampfverweigerung. Eine kurze Unterbrechung wegen Nasenblutens führte zwar zu einer kleinen Verbesserung des Ladenburgers, doch holte Wepfer mit einem Takedown zwei Punkte zum 13:8-Endstand. Die zwei Zähler für das Mannschaftsergebnis brachten dem KSV Rheinfelden den laut umjubelten Heimsieg. „Ich glaube, die Rolle als Schlussmann liegt mir“, schmunzelte Wepfer nach dem Sieg.

Bereits zuvor lief es gut für das KSV-Team, welches sechs der zehn Kämpfe für sich entscheiden konnte. Manchmal auch knapp, ging immer die höhere Wertung auf das Rheinfelder Konto. Punktgenau kam Patrick Hinderer (61 kg-Greco) gegen Freistilspezialist Abdul Rafar Ahmadi sieben Sekunden vor Schluss mit einem Takedown zu einem 8:0. Vincent von Czenstkowski (66 kg-Freistil) konnte mit seinen schnellen Beinangriffen Malik Bicekuev gut in Schach halten. Sein 10:0 bedeutete drei weitere Punkte für die Gastgeber.

Mit einem Hausheber aus der angeordneten Bodenlage holte sich Kevin Kähny (86 kg-Greco) nach der Pause eine große Wertung gegen Stiven Brandy Schäfer. Dieser konnte in der zweiten Runde aus zwei Bodenlagen keine Wertungen einfahren, womit Kähny klar 5:1 gewann.

Gegen den unscheinbar wirkenden Daud Moritz Elembaev hatte Andrius Reisch (75 kg-Freistil) seine Mühe. Immer wieder kam der Ladenburger an Reischs Beine, was der Routinier mit Drehungen abzuwehren wusste. Mit 5:1 verkürzte Reisch und servierte Fabian Wepfer den Matchball auf dem Tablett.

  • Bewertung
    1

Umfrage

reg_0210_Impfung_dpa_Christoph_Soeder

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hal vorgeschlagen, die „epidemische Notlage von nationaler Tragweite“ Ende November zu beenden. Was halten Sie davon? 

Ergebnis anzeigen
loading