Ringen „Wir waren einfach nicht clever genug“

Luillys Perez Mora (links) beherrscht den Tennenbronner Mond. Foto: Rolf Rombach Foto: Die Oberbadische

Rheinfelden (rom). Da war dann doch der Wurm drin: Im südbadischen Derby mit dem KSV Tennenbronn als Gast musste Gastgeber KSV Rheinfelden in der Sporthalle der Schillerschule trotz fünf Einzelerfolgen eine Heimniederlage hinnehmen. Das 12:15 aus Rheinfelder Sicht war eine Gemengelage aus nicht genutzten Chancen, unglücklichen Aktionen und einem vielleicht auch schlechten Tag des Kampfrichters.

Letzteres war zwar nicht kampfentscheidend, doch die Gemüter in der Sporthalle angesichts der zuweilen schwer nachvollziehbaren Entscheidungen des Mattenleiters kochten hoch. Claudio Bibbo (Furtwangen), ansonsten ein tadelloser Kampfrichter mit Bundesliga und sogar internationaler Lizenz, hatte im Schlusskampf Rheinfeldens Andrius Reisch (75 kg-Freistil) dreifach für nicht aktiv erklärt. Dabei versuchte sich der 33-Jährige im roten Trikot mehrfach an Beinangriffen. Gegner Timo Nagel – Eigengewächs des KSV Tennenbronn und seit Jahren Garant für spannende Schlusskämpfe – beschränkte sich über sechs Minuten auf die Abwehr.

Während Reisch in der ersten Minute wegen Haltens am Handgelenk sanktioniert wurde, konnte Nagel damit punkten. Erst in der Schlussminute folgten die ersten beiden Aktivitätsaufforderungen an Nagel, doch das 1:2 zu Gunsten des Tennenbronners war nicht mehr abzuwenden. Auf Grund des Stands von 12:14 für die Gäste war dieser Punkt mehr für die blaue Ecke allerdings auch nicht mehr relevant.

„Wir waren heute einfach nicht clever genug“, konstatierte Sascha Oswald in der Rheinfelder Ecke. Garip Bayram (57 kg-Greco) kam nicht über ein 4:0 im Auftaktkampf hinaus. Eduard Frick (130 kg-Freistil) hatte gegen den 30 Kilogramm schwereren Dimitar Kuchev in der Bodenlage keine Chance und verlor 1:17.

Umgekehrt konnte Luillys Perez Mora (98 kg-Greco) gegen den gut verteidigenden aber passiv auftretenden Ex-Hausen-Zeller Maximilian Mond nicht über ein 13:0 kommen. „Da hätte ich gerne denselben Maßstab gehabt wie bei Manuel“, ärgerte sich Sascha Oswald über Mattenleiter Bibbo. Dieser drückte Kingani bereits in der ersten Runde eine Verwarnung wegen Griffentzug auf und sanktionierte das in der Schlussminute erneut. Das 0:11 für Fabian Reiner fiel etwas zu hoch aus Rheinfelder Sicht aus. Mit einem 4:1-Punktsieg sorgte Fabian Wepfer (66 kg-Greco) für den 7:8-Anschluss vor der Pause.

Durch eine Punkteserie lag Sebastian von Czenstkowski (86 kg-Freistil) nach der dritten Minute 0:7 zurück, konnte aber in der zweiten Runde einige Beinangriffe des Bulgaren Miroslav Geshev mit einem Spaltgriff kontern. Wenige Sekunden vor dem Gong errang Geshev mit einem Beinangriff nochmals eine Viererwertung, da der Konter von Czenstkowskis nicht ausreichte. So gingen drei weitere Punkte nach Tennenbronn. Bruder Vincent von Czenstkowksi (71 kg-Freistil) kam bei seinem 7:3-Erfolg hingegen nicht zu mehr Zählern für Rheinfelden, dafür marschierte Kevin Kähny (80 kg-Greco) mit einem umjubelten 11:0 zu drei Punkten für die Ecke.

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