Ringen Zukunft vorerst noch offen

Auf den Matten sind die Kämpfe nun alle entschieden, doch in den Köpfen ist die Saison für den Regionalliga-Achten KSV Rheinfelden noch nicht vorbei. Erst wenn am 1. Februar Staffelleiter Hardy Stüber (Mühlacker) die künftige Zusammensetzung bekannt geben wird, wissen die Rheinfelder sicher, ob sie erneut in der höchsten baden-württembergischen Liga an den Start gehen werden oder dem TuS Adelhausen II in die Oberliga Südbaden folgen müssen.

Rheinfelden (rom). Der Start im September wird überschattet von Pleiten, Pech und Pannen. Zu Beginn herrschte noch die Freude über den Transfer-Coup, mit Mikhail Ivanov den Dritten der russischen Meisterschaften verpflichtet zu haben. Dann die Ernüchterung, da der Klassemann in der Klasse bis 57 Kilogramm nicht ausreisen durfte. Neben einem Auftaktringer fehlten zu Saisonbeginn weitere Leistungsträger, womit die Duelle gegen den KSV Schriesheim und KSV Tennenbronn sogleich verloren wurden.

Doch selbst nach der Heimniederlage gegen den TuS Adelhausen II gab sich der Aufsteiger nicht auf und trotzte der WKG Weitenau-Wieslet in Höllstein ein Remis ab. Bekanntlich wurde die Heimniederlage gegen die Dinkelbergstaffel später in einen Sieg korrigiert, dennoch fristet der KSV Rheinfelden im unteren Tabellendrittel ein eher unterdurchschnittliches Dasein.

Zwei Siege gegen den KSV Hofstetten (4.), einer gegen den KSV Schriesheim (7.) und ein glückliches Unentschieden gegen Vizemeister KG Baienfurt-Ravensburg-Vogt zeigten aber, dass die Aufsteiger vom Hochrhein sich in dieser ausgeglichenen Regionalliga behaupten konnten.

Dass der Ligaerhalt nun von der Abstiegswilligkeit der Bundesligisten abhängt, ist ärgerlich, zumal Rang sieben lediglich wegen des direkten Vergleichs mit Schriesheim (27:34) verpasst wurde.

Ein Leistungsträger war zweifellos der Ungar Ferenc Almási. In seiner zweiten Saison bewies der Schwergewichtler auch eine Liga höher seine Klasse. „Meiner Meinung nach ist er der stärkste Ringer der Liga“, lobt Sascha Oswald den 23-Jährigen. Als „Ringer des Jahres“ im Team sticht Eigengewächs Vincent von Czenstkowski hervor: „Seine Motivation und sein Siegeswille sind außergewöhnlich. Er bewahrt in jeder Situation einen kühlen Kopf“, war Oswald von den Auftritten seines Schützlings in der abgelaufenen Saison begeistert.

Wie geht es nun 2020 weiter? „Nach der Saison ist vor der Saison“, beginnt Sascha Oswald mit einer klassischen Sportlerweisheit. Derzeit genieße er noch das „KSV-Weihnachtsprogramm“, bei dem die Mannschaft privat viel zusammen unternimmt. Parallel laufen Überlegungen und Gespräche, das Team für das kommende Jahr zu verstärken. „Wunschkandidaten habe ich schon länger im Auge“, verrät Oswald. Er und Trainer-Kollege Siggi Knauer werden zunächst die Saison 2019 analysieren, ehe sie gemeinsam die weitere Planung in Angriff nehmen: „Wir sind aufeinander eingespielt und ergänzen uns sehr gut,“ betont Oswald. Dabei spielt ihre gemeinsame Zeit beim TuS Adelhausen vor rund 20 Jahren eine große Rolle. In den zwei Jahren ihrer Zusammenarbeit holten sie zwei Titel (Oberliga 2017, Bezirksliga 2019). Eine Serie, die so weitergehen darf.

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