Ringen Zumindest die Einstellung stimmt

Ungewohnt tief: Rheinfeldens Sebastian von Czenstkowki gegen Rahmatullah Moradi. Foto: Rolf Rombach Foto: Die Oberbadische

Der Kopf ist zurück – nur die Ringer fehlen noch in der Regionalliga. Dieses Fazit lässt sich beim KSV Rheinfelden nach dem Auftaktkampf gegen den KSV Schriesheim ziehen. Insgesamt präsentierte sich die angetretene Rheinfelder Zehn als agil und kampfeslustig. Einzig Sebastian von Czenstkowski konnte man ansehen, dass da mehr als nur ein Gegner für ihn auf der Matte stand.

Von Rolf Rombach

Rheinfelden. Rückblende: September 2017. Fast auf den Tag genau tritt der KSV Rheinfelden in Nordbaden an. Der Aufsteiger vom Hochrhein führt 12:10, ehe Sebastian von Czenstkowski im achten Kampf des Abends nach 50 Sekunden aus dem Vierfüßler schmerzerfüllt zu Boden geht.

Gegner Rahmatullah Moradi schob mit seinem Knie gegen das des Rheinfelders. Allerdings traf er nicht die Kniekehle, sondern seitlich, wodurch mehrere Bänder rissen und die heiß ersehnte Regionalliga-Saison bereits vor dem ersten Heimkampf für das Eigengewächs gelaufen war.

So manche Aktion in der darauffolgenden Oberliga-Runde lief dann für den Rheinfelder, der seit Dezember mit der KSV-Vorsitzenden Alina von Czenstkowski verheiratet ist, noch nicht rund. Entsprechend ungeschickt von den Planern, dass ausgerechnet der erste Kampf 2019 gegen Schriesheim und Rahmatullah Moradi gehen sollte.

Man sah Sebastian von Czestkowski die Unsicherheit an, selten geht der 1,90 Meter lange Kerl so schnell in der Bodenlage. „Rahmatullah ist ein schneller und guter Ringer. Im vergangenen Jahr hat er keinen Kampf verloren“, weiß von Czenstkowski. Am Ende steht ein 0:10 für den Gästeringer. Drei Wertungen holte er sich durch die Bodenlage, die von Czenstkowski sonst deutlich energischer auskämpft.

Dieses energische Element konnte man dafür bei den weiteren Rheinfeldern erkennen. Selbst die vier Ersatzringer aus der Reservemannschaft boten ihren Kontrahenten bestmöglich Widerstand.

Die Neuen Ivanov und Kähny fehlten

Neben den Neuzugängen Mikhail Ivanov und Kevin Kähny waren auch Andrius Reisch sowie Eduard Frick verhindert. Unterm Strich zu viele abwesende Stammkräfte, um zu gewinnen.

Obwohl der Sieg der Schriesheimer bereits nach dem achten Kampf in der Turnhalle der Schillerschule feststand, gab es im Schlussduell nochmals Spannung auf der Matte.

Der ehemalige Mainzer Bundesliga-Profi Wladimir Berenhardt (75 kg-Greco) ging gegen Manuel Kingani in der zweiten Minute in Führung. Doch der Haltinger im Rheinfelder Dress hielt dem Druck stand und konnte in der zweiten Runde wiederum den Gästeringer durch Passivität in die Bodenlage schicken. Zwar gab es hier keine Wertung, doch gelang es Kingani im weiteren Standkampf Berenhardt derart in Zugzwang zu bringen, dass dieser im Griffentzug von der Matte sprang.

Die mit der Verwarnung verbundene Zweier-Wertung reichte somit für einen 4:3-Erfolg Kinganis zum 13:22-Endstand.

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