Ringen „Zurücklehnen ist nicht“

von Rolf Rombach
Mit 8:3 besiegte der Ex-Freiburger Manuel Wolfer (blau) vor zwei Jahren den RKG-Neuzugang Leon Gerstenberger. Foto: Rolf Rombach

Die Welt ist bekanntlich ein Dorf. Das ist beim Ringen nicht anders. Immer wieder trifft man da auf alte Bekannte. Und auch das morgige Derby des TuS Adelhausen bei der RKG Freiburg bietet einige Wiedersehensmöglichkeiten.

von Rolf Rombach

Ob es ein freudiges Wiedersehen ist, wird sich wohl erst mit und nach dem Kampf ergeben. So trifft im Schwergewicht Felix Krafft vermutlich auf seinen ehemaligen Vereinskameraden Nick Matuhin, der von 2017 bis 2020 beim TuS Adelhausen aktiv war. Während Krafft nur aushilfsweise im vergangenen Jahr der RKG zur Seite stand, blieb der Berufsfeuerwehrmann in der Breisgau-Metropole.

Bisher konnte sich der ehemalige Nationalkader-Ringer aber noch nicht optimal präsentieren. Neben einem Überlegenheitssieg stehen eine überhöhte Niederlage (gegen Köllerbachs Oleksandr Khotsianivskyi) und ein 4:4 gegen den Riegelsberger Asadula Ibragimov, Studentenweltmeister von 2018, zu Buche. TuS-Trainer Florian Hassler wird zumindest nach dem Kampf Leon Gerstenberger die Hand geben können, der in der 2019er-Bundesliga-Saison mit Hassler bei der RG Hausen-Zell aktiv war.

Gerstenberger könnte der Gegner Manuel Wolfers werden in der 71er-Freistil-Begegnung, welcher wiederum einige Jahre im Breisgau auf die Bundesligamatte ging und somit auf sein ehemaliges Team trifft.

„Sie sind in der Rückrunde stärker“, weiß TuS-Trainer Florian Hassler zu berichten. „Es ist eine starke, kompakte Mannschaft.“ Mit Mihail Lapp bis 57 Kilogramm startet ein Allrounder den Abend. Die beiden Ausländer im Weltergewicht Valentin Petic (Greco) und Maxim Sacultan (Freistil), Nationalringer Lars Schäfle – nun in seiner Gewichtsklasse bis 86 Kilogramm – und Nick Matuhin sind Namen in der Szene. „Das werden wir nicht unterschätzen und unsere stärkste Mannschaft schicken. Zurücklehnen ist nicht angesagt“, gibt sich der Zeller kämpferisch.

Der Vorkampf im September in Adelhausen ging klar mit 22:8 an die Gastgeber, wobei die RKG Freiburg nicht mit dem besten Kader antrat. Umgekehrt deutlich konnte sich die Breisgau-Zehn in der Vorwoche mit 24:6 beim KV Riegelsberg durchsetzen und acht der zehn Kämpfe gewinnen. Trotz des Derbys wird Freiburg indes vermutlich schon die Hauptkonzentration auf das Duell beim AC Heusweiler haben.

Nach der 14:15 Heimniederlage gegen die Saarländer könnte sich die RKG die Liga-Zugehörigkeit mit einem klaren Auswärtssieg in Reichweite bringen.

Beide Teams kämpfen derzeit noch um den vierten Platz in der Tabelle der Südwest-Bundesliga-Gruppe, mit dem die Playoff-Teilnahme sowie die Zugehörigkeit zur ersten Bundesliga 2022 verbunden ist.

  • Bewertung
    1

Umfrage

Impfung

Was halten Sie von den Forderungen nach einer allgemeinen Corona-Impfpflicht?
Ergebnis anzeigen
loading