Rosenmontag in Höllstein Klangsalven, Kuscheltiere und Konfetti

Ines Bode
Der Höllsteiner Lindenplatz war das erste Ziel der närrischen Gesellschaft – danach ging es in die Wiesentalhalle. Foto: Ines Bode

Am Rosenmontag gab es einen bunten Umzug für die jüngsten Fasnachtsfreunde in Höllstein.

Der Rosenmontag gehört bekanntlich den Jüngsten im Reich der Narrenzunft Steinen-Höllstein: Zuerst marschierte der kostümierte Tross von Steinen nach Höllstein – dann war Party in der Wiesentalhalle angesagt.

Spendable Fasnächtler

Was da alles auf das närrische Volk am Höllsteiner Lindenplatz zukam: Durch die Luft wirbelten nicht nur kleine Guzzis und mittelgroße Popcorn-Tüten, sondern sogar recht stattliche Kuscheltiere. Ungezählte Hände streckten sich, um „Beute“ zu machen. Das galt für Klein und Groß.

Die spendablen Gönner gehörten zur örtlichen Frösche-Clique, die wie an den Vortagen den Umzug mit den passenden Klangsalven versorgten. Startpunkt des fröhlichen Treibens war wiederum der Schulhof in Steinen. Die Narren zogen vorbei am verwaisten Rathaus und direkt weiter durch die unterirdischen Gänge, die ins Nachbargefilde führen. „Da kommen die Kinder“, hieß es drüben in Höllstein an den Gartenzäunen und Haustüren.

Vor allem Omis und Mütter lagen lange, bevor das Blaulicht der Feuerwehr sichtbar wurde, auf der Lauer. Gemeinsam zogen die Wartenden und der Narrenwurm zur Ortsmitte, um dem Ständchen der Gugge zu lauschen.

Markenzeichen der Frösche-Clique ist, dass die Hitlisten rauf und runter dekliniert werden. Nachdem es auch die letzten Höllsteiner aus dem Mittagsschläfchen gerissen hatte und die süßen und kuscheligen Wurfgeschosse verstaut waren, zog die quietschbunte Menge in Richtung Wiesentalhalle davon.

Party in der Wiesentalhalle

Dort wurde der Rosenmontag ausgiebig gefeiert. Speis und Trank für jedwede Altersgruppe und viel Musik bestimmten die Party. Das Bild belebten kleine Erdbeeren und Löwen sowie kleine Mario’s aus der Videospielreihe „Super Mario“ – selbstredend mit dem charakteristischen Schnauz. Aber auch Polizei und Feuerwehr sowie die gute alte Biene Maja und der Cowboy als Klassiker scheinen nicht aus der Mode zu kommen.

Ins Auge stach ein großer schwarzer Mann mit ebensolchem Umhang und dem verkrumpelten Merlin-Hut. Jedes Jahr ein anderes Kostüm, das sei seine Intention, verriet Bürgermeister Gunther Braun. Wünsche wolle er Realität werden lassen, erklärte er seinen diesjährigen Griff in die Klamottenkiste. Es fehle an Geld und es stehen doch so viele kostspielige Vorhaben an, Wohnungen, Straßen und, und, und, sang er das kommunale Klagelied – alles Aufgaben, die sich dann im Alltagsanzug lösen lassen müssen.

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