Rührberg Viel Holz und Grün für neue Familienfreizeitstätte

Tim Nagengast
Begrünte Flach- und nur sehr gering geneigte Pultdächer, dazu Holz als dominierender Baustoff: Die neue Feriensiedlung des SAK auf dem Rührberg wird sich optisch komplett vom Bestand unterscheiden. Wichtig: Die hier gezeigten Visualisierungen stellen den aktuellen Planungsstand dar. Foto: Waigel & Waibel Architektur. Biberach

Der SAK dreht auf dem Rührberg das große Rad. Die marode frühere evangelische Familienfreizeitstätte soll abgerissen und durch eine neue, nach ökologischen Prinzipien gestaltete Feriensiedlung ersetzt werden.

Die kleine Feriensiedlung am Waldrand auf dem Rührberg hat ihre besten Jahre schon lange hinter sich. Die kleinen Häuschen – in den 1960er Jahren in Einfachbauweise errichtet – werden in absehbarer Zeit der Abrissbirne zum Opfer fallen. Von der evangelischen Kirche einst als Familienfreizeitstätte betrieben und vor Jahren an den Sozialen Arbeitskreis (SAK) Lörrach verkauft – später kam noch das benachbarte Werner-Mennicke-Haus dazu –, hat der Gebäudekomplex am Maiackerweg bald ausgedient.

Verträge vor dem Abschluss

Der Weg für eine komplette Neubebauung der nur „optisch“ zum Grenzach-Wyhlener Weiler Rührberg, politisch nämlich zu Rheinfelden-Herten gehörenden Siedlung ist im planungsrechtlichen Sinne weitgehend frei. Der eigens dafür auf den Weg gebrachte Bebauungsplan „Ferienanlage Rührberg“ hat bereits einige wichtige Stationen passiert. So hat der Rheinfelder Gemeinderat vor wenigen Tagen unter anderem den entsprechenden Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplanentwurf gefasst und dem Entwurf eines entsprechenden städtebaulichen Vertrags zum Bebauungsplan zwischen der Stadt Rheinfelden und dem SAK zugestimmt. Unter Beibehaltung der Grundzüge soll der Vertrag noch zu Ende verhandelt und dann abgeschlossen werden.

Pläne des SAK

Der Soziale Arbeitskreis will, wie es in den zur Verfügung stehenden Unterlagen heißt, „einzigartige Gebäude für einen unvergesslichen Aufenthalt im Schwarzwald“ errichten. Zwar hat der Rührberg nichts „Schwarzwälderisches“ an sich, gehört als Teil des Dinkelbergs aber tatsächlich noch zum südwestlichsten Ausläufer des Schwarzwalds.

In seinen Plänen für die neue Feriensiedlung greift der SAK im Prinzip das Grundkonzept der einstigen evangelischen Freizeitstätte auf: Errichtet werden sollen kleine, in die von Wald und Wiesen geprägte Landschaft eingepasste Wohngebäude für Familien und Kleingruppen. Dazu kommen Veranstaltungs- und Gemeinschaftsgebäude. Teil der neuen Siedlung wird außerdem eine Naturbühne. Ein Außenraumkonzept soll nicht nur den Feriengästen auf dem Rührberg zugutekommen, sondern allen Menschen, schließlich führt ein öffentlicher Wander- und Radweg (Maiackerweg) mitten durch die Ferienanlage hindurch. Auch eine Streuobstwiese sowie Magerwiesen sollen angelegt werden.

Die Dächer der geplanten neuen Häuschen sollen allesamt begrünt werden. Vorgesehen sind Flachdächer beziehungsweise Dachneigungen von maximal 15 Grad, um die heutige Struktur aus kleinteilig errichteten, niedrigen Häusern beizubehalten. Der SAK hat sich mit dem Projekt übrigens für einen Holz-Innovationspreis beworben.

Überhaupt Holz: Dieser Baustoff wird die neue Siedlung optisch dominieren. Gebaut werden soll die neue Ferienstätte nämlich „ökologisch nachhaltig mit regionalem Schadholz, sodass wir zwar eine moderne Formensprache haben, aber dabei eben das Naturerlebnis trotzdem in den Vordergrund stellen“, wie die Biberacher Architektin Nicola Waibel auf Nachfrage unserer Zeitung erläutert.

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