Rümmingen Die nächste Runde steht an

Der Reiterhof und der Bebauungsplan Mattental waren Thema im Gemeinderat Rümmingen. Foto: Daniela Buch

Rümmingen - Der Entwurf des Bebauungsplans „Mattental“ wird erneut offengelegt. Das hat der Gemeinderat Rümmingen in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Die Änderungen nach Abwägung der Bedenken und Anregungen hätten einen deutlichen Einfluss auf die Planung, hieß es zur Begründung.

Sowohl der Bebauungsplan als auch die dazugehörigen Unterlagen werden für die Dauer eines Monats offengelegt, Stellungnahmen können wiederum abgegeben werden.

Die Neuplanung für die Reitanlage westlich der Kandertalbahn wurde 2017 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Rahmen der folgenden frühzeitigen Beteiligung wurde die Größe der Anlage hinsichtlich der Anzahl der Tiere und der Höhe der baulichen Anlagen reduziert. Die erste Offenlage fand vom 13. August bis 21. September 2018 statt. Die Stellungnahmen bezogen sich wesentlich auf ein geplantes Gebäude im Überschwemmungsgebiet, das Wasserschutzgebiet, die künftige Festsetzung der alten Hofstelle als Mischgebiet und Zulässigkeiten sowie den Umweltbericht.

Verschiedene Änderungen

Stadtplaner Stephan Färber erläuterte in der Sitzung die Änderungen. Die Gebäude im Süden des Sondergebiets wurden verkleinert und außerhalb des Überschwemmungsgebiets positioniert. Damit einher ging eine Verschiebung der Stellplätze nach Norden. Die Trauf- und Firsthöhe der Reithalle wurde um einen halben Meter angehoben und die Möglichkeit geschaffen, den Hallenboden auch unter das Geländeniveau abzusenken. Die Auslaufbereiche sollen als versiegelte Fläche mit berücksichtigt und mit geräuscharmen Belägen ausgestattet werden.

Die Anordnung der Parkplätze entlang des Mattentalwegs wurde verändert. Die Gebäude entlang der Schallbacher Straße wurden als Dorfgebiet festgesetzt und mit geringfügigen Möglichkeiten zur Erweiterung des Bestands versehen. Der Umweltbericht und der Artenschutzbericht wurden überarbeitet und aufgrund der veränderten Flächengrößen der Ausgleichsbedarf neu ermittelt. Auch die Ausgleichsmaßnahmen wurden überarbeitet und die Pflanzfestsetzungen neu gegliedert.

Die Erschließung des Reiterhofs soll ausschließlich von Süden über den Mattentalweg erfolgen. Wunsch der Gemeinde ist es außerdem, im Zuge der Verlagerung des Reiterhofs auch den privat vereinbarten Bahnübergang zu schließen, um Besuchs- und Andienungsfahrten in der Ortslage zu verringern und die Sicherheit der Bahnstrecke zu verbessern.

Hotel zulässig

Die alte Hofstelle soll künftig als Mischgebiet ausgewiesen werden, um kein reines Wohndorf zu schaffen, sondern einen belebten Ort mit Treffpunkten und Gewerbe, wobei bestehende Regelungen zu Lärm, Geruch und übrigen Vorschriften einzuhalten sind. Ein Hotel sei im Mischgebiet zulässig, einzelne Betriebe könnten nicht ausgeschlossen werden, da dies einen Eingriff in den freien Wettbewerb und die Raumordnung bedeute, erklärte Färber. Die mögliche Größe sei jedoch relativ beschränkt und umfasse zweimal 200 Quadratmeter und zwei Vollgeschosse.

Ein Dutzend Zuhörer waren zur Sitzung gekommen, darunter der Antragsteller, der um Verständnis dafür warb, angesichts eines 2,5 Millionen-Euro-Projekts auch wirtschaftlich denken zu müssen. Seinerzeit habe man einen landwirtschaftlich privilegierten Bauantrag zur Erweiterung des Betriebs mit einer weiteren Reithalle eingereicht, worauf seitens der Gemeinde als Ziel die komplette Betriebsverlagerung im Raum gestanden habe. Der Entschluss für diesen Neuanfang sei nicht leicht gefallen, auch habe man bislang geforderte Abstriche akzeptiert und hoffe auf ein zügiges Fortschreiten.

Prozedere einhalten

In der Sitzung mündlich vorgebrachte Ergänzungen konnten jedoch nicht berücksichtigt werden. „Es geht um die textlichen Festsetzungen im Bebauungsplan“, bestand Bürgermeisterin Daniela Meier darauf, das formelle Prozedere einzuhalten.

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