Rümmingen Frühstück und ein Hofladen

Weiler Zeitung
Ulrich Lusche (rechts, Mitte) und Ulrich Gempp (links, Mitte) im Gespräch mit interessierten Gästen auf dem Bruckrainhof in Rümmingen                                                                                                                                                         Foto: Alexandra Günzschel Foto: Weiler Zeitung

Rümmingen (ag). Auf seiner Sommertour war der Landtagsabgeordnete Ulrich Lusche (CDU) auch zu Besuch im Bruckrainhof in Rümmingen. Dort wurde er von Inhaber Ulrich Gempp herumgeführt.

Der landwirtschaftliche Betrieb musste 1990 einem Wohngebiet weichen und ist seither im Außenbereich von Rümmingen an der Kander in Richtung Schallbach ansässig. Da die Landwirtschaft allein für einen relativ kleinen Betrieb vom Ertrag her nicht so berauschend sei, wie Gempp ausführte, hat man sich auf dem Bruckrainhof schon früh andere Standbeine gesucht. So ging mit der Umsiedlung auch die Eröffnung einer Straußenwirtschaft einher. Weil man jedoch weg vom Abendgeschäft wollte, bietet der Bruckrainhof seit drei Jahren auch Frühstück an. Aus der ehemaligen Straußi wurde eine Vesperstube, die jeweils im Frühling und im Herbst geöffnet hat. Darüber hinaus gibt es zur Direktvermarktung einen kleinen Hofladen. Spezialitäten des Hauses seien das selbst gebackene Brot sowie die selbst gemachten Kuchen und Torten, sagt Gempp.

Die Gempps brennen auch ihren eigenen Schnaps und betreiben – „mehr als Hobby“ – eine kleine Schweinezucht. Auf 5,5 Hektar wird auf dem Bruckrainhof Obst angebaut. Des Weiteren gibt es 12 000 Rebstöcke der Sorten Gutedel, Spätburgunder und Müller Thurgau. Auch hier setzt der Bruckrainhof verstärkt auf Direktvermarktung, da auf dem Großmarkt nur geringe Preise erzielt werden könnten, die sich nur in der Massenproduktion lohnen würden, wie Ulrich Gempp erklärt.

Weitere Themen waren der Maisanbau, der derzeit für die Landwirte am attraktivsten sei, das Jagdgesetz, Fördergelder und der hohe bürokratische Aufwand, den Landwirte betreiben müssten. Lusche erkundigte sich aber auch nach der Altersversorgung für Landwirte. Dies könne im Einzelfall sehr schwierig werden, wenn die Kinder den Hof nicht übernehmen, berichtete Ulrich Gempp.

Er und seine Frau wollen auf jeden Fall noch fünf Jahre weiter machen. Welchen Weg ihre beiden Töchter einschlagen werden, weiß das Ehepaar indes noch nicht.

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