Rümmingen Kraftvolle Farben als Blickfang

Freuen sich über den Entwurf des Kirchenfensters von Harald Glööckler: (von links) Kirchenälteste Gerlinde Werden-Gonschorek, Pfarrer Dirk Fiedler und Bürgermeisterin Daniela Meier. Foto: Silke Hartenstein

Rümmingen - Der Entwurf des Modedesigners Harald Glööckler für das Kirchenfenster hängt bereits in Rümmingens Jakobuskirche. In Originalgröße, drei Meter hoch und 1,50 Meter breit, erzählt das Bild symbolhaft vom Pilgerweg durch das Leben auf verschlungenen Pfaden hin zu Gott und in die Ewigkeit. Pfarrer Dirk Fiedler spricht von einem „Trommelwirbeleffekt“ und Bürgermeisterin Daniela Meier und Kirchenälteste Gerlinde Werden-Gonschorek sind sichtlich angetan vom Entwurf in seiner kraftvollen Farbgebung. „Herr Glööckler fand, das Fenster könnte gern noch größer sein“, fügt Fiedler hinzu.

Kraftvoll ist auch die Spendenbereitschaft, insbesondere der Rümminger: Von den für das künftige Kirchenfenster benötigten 20 000 Euro sind bereits mehr als 12 000 Euro durch Spenden gedeckt, eine Zusage für weitere 5000 Euro liegt vor, somit fehlen nur noch 3000 Euro.

Der Kirchengemeinderat ist bereits im Gespräch mit einer Glaskünstlerin. Diese kann sich um die Ausführung kümmern, wenn der Oberkirchenrat die Auftragserteilung genehmigt hat.

Im Sommer 2020 war der Modedesigner zu Besuch in Rümmingen, um sich vor Ort inspirieren zu lassen.  

Ursprünglich war vorgesehen, die farbigen und anschließend bemalten Glaselemente auf eine Plexiglasscheibe aufzubringen. Hiervon, so Fiedler, sei man abgekommen, da sich Plexiglas bei starken Temperaturunterschieden verziehen könne. Das Bild soll nun in Glas auf Glas umgesetzt und hinterleuchtet werden.

Das zugemauerte Kirchenfenster wird erst dann geöffnet, wenn das dahinter liegende, durch einen Wasserschaden unbewohnbare Gemeindehaus abgerissen ist. Flankiert wird das Glööckler-Fenster durch die beiden Fenster mit den von Jürgen Brodwolf gestalteten abstrahierten Engeln.

Der Modedesigner Glööckler stellt seinen Entwurf der Kirchengemeinde gratis zur Verfügung, weil ihm die Rümminger Pilgerkirche sympathisch ist und er sich nicht auf Kosten der Kirchensteuerzahler bereichern will.

In der Farbgebung geht Glööckler auf die vier Antipendien (Altarbehänge) ein. Dieses ist derzeit in Grüntönen gehalten, die Farben des Antipendiums wechseln im Verlauf des Kirchenjahres. Hier gibt es ein Problem: Wenn der kommende Farbwechsel ansteht, müsste der Pfarrer hinauf auf die Empore, wo die Antipendien gelagert sind. Das jedoch ist seit zwei Wochen bei Lebensgefahr verboten.

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