Rümmingen Lückenhafter Gehweg mit Hindernissen

Auf der bergwärts rechten Seite der Lörracher Straße wird der Gehweg immer mal wieder zum Trampelpfad. Foto: Günzschel Foto: Weiler Zeitung

Rümmingen - Peter Schalajda, er sitzt für die Grünen im Kreistag, ist kein Freund der geplanten Teilortsumfahrung in Rümmingen. Das ist bekannt. Zu hoch findet er den Aufwand, zu gering den Nutzen für das mit acht Millionen Euro bezifferte Bauprojekt, das die viel befahrene Lörracher Straße entlasten soll. Geärgert hat ihn nun, dass Rümmingens Bürgermeisterin Daniela Meier beim Neujahrsempfang auch die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer als Argument für die Umfahrung anführte. Denn für die hätte man seiner Meinung nach längst mehr tun können.

Gute Ausweichmöglichkeit

Schalajda verweist in diesem Zusammenhang auf den nur lückenhaft ausgebauten Gehweg entlang der Lörracher Straße auf der rechten Seite vom Ortskern aus gesehen. „Warum lässt man die Fußgänger hier im Dreck laufen“, fragt er. Und für Radfahrer, so führt er weiter aus, wäre ein durchgängiger Fußweg immerhin eine gute Ausweichmöglichkeit, falls es mal eng wird. Denn sie müssten hier bergauf fahren und seien deshalb langsam.

Oben, gegenüber der Einmündung der Karl-Friedrich-Böhringer-Straße, liegen sogar Steine auf dem „Gehweg“, hat Schalajda festgestellt. „Genau hier wäre es aber wichtig, dass unsichere Radfahrer dorthin ausweichen und abwarten können, bis der Verkehr ein Überqueren der Straße zulässt, um auf den Radweg nach Lörrach zu kommen.“

Kreuzungsbereich als Gefahrenstelle

Auch Gemeinde und Landratsamt haben diesen Kreuzungsbereich als Gefahrenstelle für Radfahrer erkannt. Deshalb wurden dort Piktogramme auf der Straße angebracht und Tempo 30 eingeführt, um den Fahrradfahrern das Kreuzen der Straße zu erleichtern. Auch eine Querungshilfe soll dort im Zuge des Radverkehrskonzepts noch gebaut werden, wie Bürgermeisterin Daniela Meier auf Nachfrage erklärt. „Wir haben schon mehrfach nachgehakt“, sagt die Bürgermeisterin. Unsere Anfrage beim Landratsamt ergab, dass eine Umsetzung für dieses Jahr vorgesehen ist.

Ansonsten verweist Meier auf die begrenzten Möglichkeiten, die man in der Lörracher Straße habe, um die Bedingungen für den Radverkehr respektive die Fußgänger zu verbessern. So seinen nur wenige Grundstücke in Gemeindebesitz und auch die erforderliche Mindestbreite für einen Gehweg sei mitunter nicht gegeben. Andernfalls müsste man zu viel von der Kreisstraße wegnehmen, wo es an den engen Stellen für den Begegnungsverkehr oft gerade so ausreiche. Mitunter weiche ein Lkw auch schon mal auf den Gehweg aus, erklärte Meier.

Auf unbefestigten schmalen Stücken laufen

Die Bürgermeisterin betont außerdem, dass sich die Gemeinde für einen Fußgängerüberweg auf der Lörracher Straße im Bereich des kleinen Fußwegs zur Bushaltestelle an der Binzener Straße stark gemacht habe. Doch leider reiche die Anzahl der Fußgänger dafür nicht aus. Immerhin könne man auf der rechten Seite auch auf den unbefestigten schmalen Stücken laufen – jedenfalls ohne Kinderwagen, meinte Meier zu der auch für sie unbefriedigenden Situation.

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