Rümmingen Meister im Garten- und Landschaftsbau

Simon Riese aus Rümmingen (links) holte sich mit seinem Team-Partner Robin Göppner aus Elzach die Deutsche Meisterschaft der Landschaftsgärtner 2021. Foto: zVg

Rümmingen/Erfurt. Simon Riese, Auszubildender beim Rümminger Garten- und Landschaftsbauunternehmer Markus Hügel, hat mit seinem Team-Kollegen Robin Göppner vom Unternehmen Team Grün aus Elzach am Wochenende bei der Bundesgartenschau in Erfurt den Titel „Deutschen Meister im Garten- und Landschaftsbau“ geholt. Für das Rümminger Unternehmen „Hügel – mehr Garten GmbH“ stellt dies den größten Erfolg in fast 30 Betriebsjahren dar, in denen mittlerweile 40 junge Menschen ihre Ausbildung absolvierten.

Doch der Reihe nach: Zwei intensive Trainingswochen, auch mit Unterstützung des Landesverbands, hatten der in Schopfheim lebende Riese und sein Elzacher Team-Kollege in Freiburg absolviert, bevor es am Donnerstag nach Erfurt ging. Reinhold Irßlinger, Vizeweltmeister der Landschaftsgärtner 2013 und zwischenzeitlich selbst Gartenbau-Unternehmer, hatte die beiden jungen Landschaftsgärtner vorbereitet. Begleitet wurde der 20-jährige Riese von seinem Chef, Ausbilder und Förderer Markus Hügel sowie dessen Ehefrau und Gartencenter-Leiterin Claudia Hügel. Später kam auch noch Mitgeschäftsführer Marius Abels hinzu.

In Erfurt erhielten die beiden Landesmeister zunächst einen Detailplan für die nationalen Titelkämpfe und konnten sich so am Vorabend mental auf das Geforderte einstellen.

Am Freitag standen die ersten acht Stunden des insgesamt 15-stündigen Wettkampfs an. Konkurrenten des Duos Riese/Göppner waren die Landesmeister aus elf anderen Bundesländern.

Die Aufgabe

Für die zwölf Duos galt es, einen naturnahen Garten im Kleinformat anzulegen. Eine Fläche von vier auf vier Metern war zu bebauen und zu bepflanzen. Zum Aufgabengebiet gehörten eine Natursteinmauer aus Schiefersteinen sowie eine Belagsfläche, die mit Natursteinen aufgepflastert werden musste. In der Mitte galt es, einen Naturteich mit Holzsteg anzulegen und die verschiedenen Bereiche nach eigenem Gutdünken zu bepflanzen.

Hoch konzentriert und mit Elan gingen alle zwölf Duos die Aufgabe an. Nach acht Stunden am ersten Tag standen am Samstag weitere sieben Stunden Wettbewerb an.

Am Ende hatten Riese und Göppner die Juroren restlos überzeugt. Ihre naturnahe, farbenfrohe Bepflanzung aus Bodendeckern, Gräsern, Schattenstauden, Taglilien und Fetthennen harmonierte bestens mit den Materialien Naturstein und Holz sowie mit dem angelegten Teich.

„Ihr habt die gesamte Bandbreite eures landschaftsgärtnerischen Könnens gezeigt. Ihr habt Hand in Hand und mit sehr viel Präzision, aber doch einer gehörigen Portion Gelassenheit gearbeitet. Und von der Vermessung über die Naturstein- und Holzarbeiten bis hin zur Pflanzung alle Aufgaben souverän gemeistert.“ So begründeten die Juroren um den Vizepräsidenten des Bundesverbands Garten- und Landschaftsbau, Paul Saum, die Vergabe des nationalen Meistertitels an das Duo aus dem Südwesten.

Die Freude war riesig, als Saum den beiden jungen Landschaftsgärtnern ihre Urkunden, Pokal, Preisgeld und Präsente überreichte und ihnen zu ihrem verdienten Erfolg gratulierte.

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