Rümmingen Mit Künstlern das Image der Gemeinde gestärkt

Wechsel im Vorstand von „Kulturo“: Richard Geppert (l.) wurde als Vorsitzender zum Nachfolger von Petra Keller (r.) gewählt. Aus dem Vorstand zurück zog sich Horst Donner (Mitte).Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Rümmingen (don). Kulturo hat einen neuen Vorsitzenden. Bei der Mitgliederversammlung wurde Richard Geppert einstimmig zum Nachfolger von Petra Keller gewählt. Er wird als Musiker weiterhin für das Programm der Veranstaltungen verantwortlich sein. Vorübergehend übernimmt er auch die Öffentlichkeits- und Medienarbeit.

Im Blick auf die Zukunft sieht der neue Vereinschef das Konzertwochenende „Hoffnungszeichen“ am 5. und 6. September als große Herausforderung. Von dessen Gelingen werde es letztlich abhängen, wie das neue Vereinsjahr gestaltet werden könne, sagte Geppert. Für die Saison 2020/21 lägen Pläne für die Konzertreihe „Kultur in der Kapelle“ bereits vor. Wegen Corona stehe hinter allem noch ein Fragezeichen.

Eingehend informierte er über die ausgeklügelte Logistik und die gut aufgestellte Organisation für die fünf Konzerte beim „Fest der Musik“ in der Rümminger Gemeindehalle. Rümmingen dürfe sich auf wunderbare Stimmen und große Künstler freuen. Zahlreiche Helfer seien im Einsatz, um darauf zu achten, dass das auf 20 Seiten fixierte Hygiene- und Sicherheitskonzept eingehalten wird. „Ich bin guter Dinge, dass wir es schaffen, mit „Hoffnungszeichen“ in der kulturellen Szene neue Zuversicht zu vermitteln. Was wir hier auf die Beine stellen, ist einmalig“, sagte Geppert. Er habe in den vergangenen Tagen viele aufmunternde und motivierende Reaktionen erhalten.

Kulturo hilft nicht nur mit dem Einsatz aller Mitglieder, einen Beitrag zum Gelingen des Pilotprojekts zu leisten, sondern unterstützt mit 1500 Euro auch das Ziel, die mitwirkenden Künstler in einer für sie existenzbedrohenden Zeit finanziell zu unterstützen. Den aktuellen Spendenstand bezifferte Geppert auf mehr als 9000 Euro. Darunter sei auch eine Einzelspende einer Schweizerin in Höhe von 2500 Euro.

Nach einem erfolgversprechenden Start in der ersten Saisonhälfte 2019/20 habe Corona weitere Konzerte nicht mehr zugelassen, blickte Petra Keller auf das zurückliegende Jahr mit erschwerten Bedingungen zurück. Verzichten musste man auf die Veranstaltung mit dem Brass-Ensemble „querblechein“. Je nach Situation soll das ausgefallene Konzert „Flamenco Jazz“ mit dem Duo „Fabro & Hess am 20. September in der Kapelle nachgeholt werden. Ohne Unterstützung von Bürgermeisterin und Gemeinderat hätte sich Kulturo nicht so gut entwickeln können, betonte die scheidende Vorsitzende.

Spender und mehr als 70 Förderer hätten einen soliden finanziellen Grundstock geschaffen, sagte Schatzmeister Klaus Meier. Wegen der Pandemie und der dadurch reduzierten Konzerte seien weniger Ausgaben angefallen.

„Du hast seit Bestehen der 2012 ins Leben gerufenen Kulturinitiative als Organisatorin und als Gründungsvorsitzende von Kulturo wesentlich dazu beigetragen, dass aus einem zarten Pflänzchen ein Markenzeichen geworden ist“, dankte Geppert seiner Amtsvorgängerin. Aus dem Vorstand zurückgezogen hat sich auch Mitgründer Horst Donner. Er war für die Öffentlichkeits- und Medienarbeit zuständig.

„Mein Herz hängt an Kulturo“, sagte Bürgermeisterin Daniela Meier. Sie hob das starke Engagement der Mitglieder hervor, die ohne „Wenn und Aber“ zupackten und sich ehrenamtlich einbrachten. Was in den zurückliegenden Jahren geleistet wurde, sei „super“. Kulturo habe das Image der Gemeinde mit großen Künstlern und einem kulturellen Programm auf hohem Niveau nach außen gestärkt.

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