Rümmingen Nicht zu Lasten der Rümminger Bürger agieren

Bürgermeisterin Daniela Meier macht sich für die Teilortsumfahrung stark. Foto: zVg

Rümmingen - In einem offenen Rundschreiben hat sich jetzt Bürgermeisterin Daniela Meier an Landrätin Marion Dammann und die Kreisräte gewandt. „Wieder einmal wird die Teilortsumfahrung Rümmingen in Frage gestellt, obwohl der Kreistag bereits im November 2018 die Kreisverwaltung mehrheitlich beauftragt hat, die Genehmigungsplanung für den längst überfälligen Lückenschluss im Kandertal fertigzustellen“, kritisiert Meier. „Bitte stimmen Sie der Genehmigungsplanung mit Fledermausbrücke samt Einleiten des Planfeststellungsverfahrens zu. Ich weiß, diese erneute leidige Diskussion kommt zur Unzeit. Diese Unzeit darf aber nicht zu Lasten der Rümminger Bürgerinnen und Bürger gehen“, so der Appell der Bürgermeisterin.

Meier verweist eindringlich auf die Entlastung der Bewohner, die krank machendem Verkehrslärm und Abgasen ausgesetzt seien. Aber auch das Mehr an Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer sowie die Steigerung der Aufenthalts- und Lebensqualität im Ort bringt sie ins Spiel.

Meier schreibt von täglich rund 10 000 Kraftfahrzeugen auf der Lörracher Straße, von zu schmalen und teils gar nicht vorhandenen Gehwegen. „Nicht selten überfahren Lkw bei entgegenkommendem Verkehr im Kurvenbereich den Gehweg oder müssen zurückstoßen“, macht sie deutlich.

„Es gibt keine Alternative zur Umfahrung. Die Gemeinde hat nochmals mit ihrem Straßenplaner von Rapp Regioplan Lörrach ernsthaft nach einer Alternative zur Umfahrung gesucht. Leider vergebens“, heißt es in dem Schreiben weiter. Seit mindestens 50 Jahren werde diskutiert, untersucht und immer wieder neu geplant, ärgert sich die Bürgermeisterin. Je mehr Zeit vergehe, desto mehr neue Hürden kommen hinzu.

„Ja, es gibt auch in unserem Dorf Stimmen gegen den Bau. Gegen welche Straßenbauprojekte gibt es die nicht?“, argumentiert Meier und pocht auf das Planfeststellungsfahren. „Dabei werden alle privaten und öffentlichen Interessen gehört. Alle, die von dem Straßenbauprojekt berührt oder betroffen sind, können ihre Einwendungen dabei einbringen und alle Belange werden rechtlich umfassend abgewogen.“

„Es geht aktuell nicht um den Bau der Straße. Da hätte ich jegliches Verständnis für ein Verschieben. Aber legen Sie bitte nicht die nahezu fertige Genehmigungsplanung ad acta oder auf einen Tag-X“, so Meiers eindringlicher Appell an die Landrätin und den Kreistag..

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