Rümmingen Rümmingen fährt auf Sparflamme

Aufgrund der Corona-Krise müssen auch im Rümminger Haushalt Abstriche gemacht werden. Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Rümmingen (ov/aje). „Es wird kein guter Haushalt.“ Mit diesen Worten leitete Bürgermeisterin Daniela Meier am Montag im Gemeinderat die Verabschiedung des Haushaltsplans 2021 ein. „Wir werden einen Sparhaushalt fahren, da wir keine Deckungsreserven übrig haben.“

Achim Blaschke, stellvertretender Rechnungsamtsleiter im Gemeindeverwaltungsverband, stellte den Haushalt 2021 vor. „Die finanziell verheerenden Auswirkungen der Coronakrise machen vor der Gemeinde Rümmingen nicht Halt“, hob er hervor. Im Ergebnishaushalt wird mit einem Defizit von 194 000 Euro gerechnet. Größter Ausgabeposten ist der Kindergarten mit einem Zuschussbedarf von mehr als 246 000 Euro.

„Die optimistischen Steuerschätzungen aus dem November für das Haushaltsjahr 2021 sind unhaltbar“, machte Blaschke deutlich. So sinkt die Schlüsselzuweisung demgegenüber um rund 150 000 Euro, die kommunale Investitionspauschale um rund 28 700 Euro. Dagegen sieht es bei den Anteilen an der Einkommens- und Umlagesteuer sowie beim Familienausgleich wieder besser aus. Allein bei der Einkommenssteuer werden jetzt 111 500 Euro mehr erwartet.

Die zu zahlenden Umlagen erhöhen sich auf 156 800 Euro. Dazu gehört die Kreisumlage, die für Rümmingen um 85 000 Euro auf ein Allzeithoch von 873 700 Euro steigt. Hier macht sich das gute Haushaltsjahr 2019 für die Gemeinde zeitverzögert negativ bemerkbar. Außerdem reduziert sich der Gewerbesteueransatz um 30 000 auf 160 000 Euro.

Die Verbandsumlage an den GVV Vorderes Kandertal steigt, erhöht sich aber mit 298 000 Euro gegenüber dem vergangenen Jahr nur moderat. Hier machen sich gestiegene Personalkosten bemerkbar.

Da sich Überschüsse aus den Jahren 2019 und 2020 abzeichnen, sollen diese genutzt werden, um den geplanten Fehlbetrag im Jahr 2021 zu reduzieren. Erst im Jahr 2024 wird wieder mit einem kleinen Überschuss gerechnet.

Der Finanzhaushalt weist 2021 einen negativen Saldo von rund 218 000 Euro aus. Der Finanzmittelbedarf aus Investitionstätigkeiten wird mit 204 700 Euro beziffert.

Eine freudige Nachricht hatte die Bürgermeisterin dann aber doch: „Das Jahr 2020 ist besser ausgefallen als gedacht, da die Einnahmenausfälle vom Land gedeckt wurden.“

Auch Blaschke konnte beruhigen: „Dieser Haushalt ist im Ergebnishaushalt relativ sparsam gehalten, ist aber von der Gemeinde Rümmingen zu bewältigen.“ Damit sich die finanziellen Situation der Gemeinde positiv entwickelt, brauche es allerdings schnellst möglich eine volkswirtschaftliche Erholung. Da Rümmingen nur geringe Gewerbesteuereinnahmen vorweisen kann, sei die Gemeinde auf eine gut laufende Gesamtvolkswirtschaft angewiesen, betonte Blaschke.

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