Rümmingen Rümmingens Altbürgermeister feiert Geburtstag

Weiler Zeitung, 13.03.2018 22:36 Uhr

Rümmingen (cre). Rümmingens Altbürgermeister Heinrich Benner begeht heute seinen 75. Geburtstag. Obwohl bereits vor zehn Jahren nach 16-jähriger Tätigkeit aus Altersgründen aus dem Amt geschieden, charakterisiert die Bezeichnung „Unruhestand“ die Zeit danach wohl am treffendsten. Noch immer prägen eine Vielzahl von Aktivitäten seinen Tagesablauf.

Mitten im Zweiten Weltkrieg wurde Heinrich Benner in Stetten geboren. Seit 2007 wohnt er mit seiner Ehefrau Annegret wieder im Elternhaus. Als Bürgermeister hatte er in Rümmingen ein eigenes Haus bewohnt. Heute lebt sein Sohn darin.

Kindheit und Schulzeit, die er mit der mittleren Reife abschloss, verbrachte er gemeinsam mit seiner Schwester in Stetten. Bei der Stadt Lörrach absolvierte er anschließend eine Ausbildung im öffentlichen Dienst. Dort brachte er es in 32 Jahren bis zum stellvertretenden Hauptamtsleiter. Sein Zuständigkeitsbereich umfasste Empfänge, Tagungen, Ehrungen, Märkte und anderes mehr. Von 1994 bis 2004 saß Benner als Parteiloser für die CDU im Kreistag. Im Gemeinderat übte er das Amt eines Schriftführers aus.

Zum Amt des Bürgermeisters von Rümmingen habe er sich nicht gedrängt, sagt der Jubilar heute. Man sei halt auf ihn zugekommen. Gegen fünf Mitbewerber setzte er sich damals durch und trat am 1. April 1992 das Bürgermeisteramt als Nachfolger von Walter Stöcklin an.

„Erfahrungen im Umgang mit Gemeinderäten brachte ich sowohl aus meiner beruflichen als auch aus meiner ehrenamtlichen Tätigkeit mit“, blickt Benner auf eine angenehme Zeit im Rümminger Rathaus zurück. Zu der Frage, was er gemeinsam mit dem Gemeinderat bewegt habe, fallen ihm spontan die Erschließung zweier Neubaugebiete sowie der Bau der Friedhofskapelle und die Erweiterung des Kindergartens ein. Seine Ehefrau, mit der er seit 1969 verheiratet ist und zwei Kinder hat, engagierte sich in der Seniorenarbeit vor Ort.

Mit großer Begeisterung und viel Fachwissen beteiligte sich Benner an den Vorbereitungen zur Jubiläumsfeier anlässlich des 1250-jährigen Bestehens Rümmingens im vergangenen Jahr.

Soziales Engagement ist das, für das Heinrich Benner all die Jahre gestanden hat und auch heute noch steht. So war er Gründer und mehrjähriger Vorsitzender des Fördervereins Seniorenzentrum St. Fridolin. Heute bekleidet er im Zentrum den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden. Seit 1991 ist er Mitglied im Museumsverein, dessen zweiter Vorsitzender er seit 2001 ist. Der Freiwilligen Feuerwehr Lörrach gehörte er von 1962 bis 1985 als aktives Mitglied an. Die Aufzählung der Vereine, in denen der Jubilar darüber hinaus zumeist Passivmitglied war oder noch ist, birgt die Gefahr der Unterlassung. Dennoch seien hier ohne Wertung in der Reihenfolge genannt: Sängerbund, Dorfhäxe Rümmingen, Narrenclique Harzwalcher, Turn- und Sportverein, Kolpingverein Stetten, Stadtmusik Lörrach, Musikverein Binzen, Singgemeinschaft Lörrach, Bürgerstiftung Lörrach, Förderverein Hospiz, Förderverein Jugendhaus Stetten.

Da bleibt nicht mehr viel Zeit für anderes. Dennoch gelingt es Benner, seinem Hobby, der Jagd, in seinem Fischinger Revier nachzugehen. Gemeinsam mit seiner Frau entspannt er bei der Gartenarbeit. Allerdings: „Wenn unsere drei Enkel rufen, wird alles stehen und liegen gelassen.“ Auf dem Dachboden seines Hauses ist eine Modelleisenbahnanlage aufgebaut, mit der zu spielen (nicht nur) den Enkeln großen Spaß bereitet.

Die Gemeinde Rümmingen wird für ihren Ehrenbürger, zu dem sie ihn im Jahr 2008 ernannte, anlässlich seines Geburtstags einen Empfang ausrichten.

Gefragt, ob er aus heutiger Sicht irgendetwas anders machen würde, antwortet Heinrich Benner: „Nein. Ich bin zufrieden!“