Rümmingen Verwaltung und Reiterhof an einen Tisch holen

Die Erweiterungspläne des Reiterhofs Ludäscher sollen wieder Fahrt aufnehmen.Foto: Alexandra Günzschel Foto: Weiler Zeitung

Rümmingen (ads). Still geworden ist es um die Erweiterungspläne des Reiterhofs Ludäscher. Jetzt aber soll ein neues Kapitel in der jahrelangen Geschichte um die Gemeinde Rümmingen, die Eigentümerfamilie Ludäscher und die Initiative „Rettet das Mattental“ aufgeschlagen werden.

Zum Hintergrund

Doch der Reihe nach: Im Mai 2017 legten die Ludäschers ein Konzept vor, das die Verlagerung ihres Reiterhofs in den Bereich westlich der Kandertalbahn vorsah. Damit sollte dem Betrieb, der an seinem jetzigen Standort von Wohngebäuden umgeben ist, das Wachstum ermöglicht werden. Die Gemeinde schloss daraufhin mit dem Reiterhof den städtebaulichen Vertrag/Erschließungsvertrag (SEV) „Bebauungsplan Mattental“ ab. Dies rief aber Anwohner aus dem Ziegelweg auf den Plan, welche die Initiative „Rettet das Mattental“ gründeten. Sie befürchteten eine Einschränkung der Lebensqualität durch den von den Pferden verursachten Dreck und Lärm. Der vom Reiterhof präsentierte Entwurf, der ursprünglich zehn Meter hohe Ställe sowie eine 16 Meter hohe Reiterhalle vorsah, wurde im Lauf der Zeit immer weiter abgespeckt.

Schließlich trat der Reiterhof vom SEV zurück. Die Gemeinde Rümmingen beschloss daraufhin im September 2019 in nichtöffentlicher Sitzung die Auflösung des SEV.

Was beschlossen wurde

In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Rümminger Gemeinderat bei einer Enthaltung, dass die Verwaltung mit dem Abschluss eines Vorvertrags mit dem Reiterhof Ludäscher beauftragt wird. Dieser soll unter anderem regeln, dass der Reiterhof die Kosten für die notwendigen Verhandlungen zum Abschluss eines neuen SEV zu tragen hat. Ohne vertragliche Grundlage ist er dazu nicht verpflichtet, die Kosten würden dann an der Gemeinde hängen bleiben. Der Reiterhof hatte im Januar die Wiederaufnahme des Bebauungsplanverfahrens „Mattental“ beantragt. Die Inhaberfamilie Ludäscher war unter den Zuhörern in der Gemeinderatssitzung.

Die Gemeinderäte Steffen Aenis, Matthias Aenis, Harald Pollini und Gerhard Wildschütz hatten den Antrag in den Gemeinderat eingebracht und das Vorhaben somit zum Thema gemacht.

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