Rümmingen Viele Varianten verworfen

Binzen/Rümmingen (ag). Die Teilortsumfahrung Rümmingen soll gebaut werden. Aber auf welche der vielen Varianten, die bereits im Gespräch waren, haben sich der Kreistag und die Gemeinden Binzen und Rümmingen eigentlich verständigt? Eine entsprechende Anfrage hatte das Binzener Ratsmitglied Martin Weckerle an die Verwaltung gestellt. In der jüngsten Gemeinderatssitzung bekam er Antwort.

Aus Gründen der Zeitökonomie wurden lediglich die Planungen der vergangenen zehn Jahre angeschaut, wurde zunächst klar gestellt. Gespräche zwischen dem Landkreis und den Gemeinden habe es schon länger gegeben.

Sieben Varianten waren im Jahr 2010 im Gespräch. Rümmingen favorisierte eine jener Varianten, die von der Lucke zunächst am Hang näher an den Ort rückten und dann in Richtung Binzen abschwenkten. Die Gemeinde Binzen dagegen wollte lieber eine jener Varianten, die die Kreisstraßen 6354 und 6327 in direkter Linie am Rand der Ortslage verbinden sollten.

Der Kreistag hat dann im Jahr 2012 einer der von Binzen bevorzugten Varianten zugestimmt und den Auftrag zur Weiterplanung mit und ohne Anschluss der Lörracher Straße erteilt.

Im Jahr 2018 kristallisierte sich dann eine Lösung mit einem Teilanschluss der Lörracher Straße heraus. Die Rümminger Ortsdurchfahrt soll demnach nur in eine Richtung mit der Umfahrung verbunden werden, was mit Umwegen über den geplanten Kreisverkehr verbunden sein wird.

Die Gemeinde Binzen erklärte sich seinerzeit einverstanden mit diesen Plänen. Lärmüberschreitungen auf Binzener Gemarkung waren laut verkehrlichen und schalltechnischen Untersuchungen nicht zu erwarten.

Im vergangenen Juli hat der Kreistag zudem entschieden, dass wegen der Teilortsumfahrung eine Fledermausbrücke gebaut werden muss. Von diesem Vorhaben ist vor allem der Aussiedlerhof Bürgin stark betroffen, was in Binzen zu Protesten führte. Der Hof, so hieß es, wäre durch die Flächen, die er abgeben muss, wirtschaftlich gefährdet. Wie schlimm es um den Bürginhof aufgrund des Bauprojekts tatsächlich steht, wird derzeit noch rege diskutiert.

Beim Regierungspräsidium Freiburg läuft mittlerweile das Planfeststellungsverfahren mit einer Anhörung aller Betroffenen und einer umfassenden Abwägung der Belange. Auch der Gemeinderat Binzen wird im Zuge dieses Abwägungsprozesses noch mindestens ein weiteres Mal zu Wort kommen.

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