Rümmingen Wald klimaresistenter machen

SB-Import-Eidos
Holz wäre eine gute Einnahmequelle. Käferholz wird derzeit offenbar nicht als Bauholz vermarktet. Foto: Jutta Schütz

Rümmingen (jut). Der Betriebsplan für den Gemeindewald für das Forstwirtschaftsjahr 2023 war Thema im Rümminger Gemeinderat. Aufgestellt wurde er vom Landratsamt Lörrach und hier vom Fachbereich Waldwirtschaft, Forstbezirk Kandern. Für das Betriebsjahr 2023 ist im Vergleich zum Jahr 2022 ein Zuschuss von 1850 Euro erforderlich.

Der Zuschuss ist erforderlich, da der Holzeinschlag im Betriebsjahr 2022 geringer ausfällt. Die Summe der Einnahmen aus dem Forstbetriebsplan 2021 lag bei 10 900 Euro, die Ausgaben bei 12 600 Euro – hier war ein Zuschuss von 1700 Euro fällig.

Neue Kulturen

Für 2022 lagen die Einnahmen nur noch bei 4250 Euro. Die Summe der Ausgaben war mit 9100 Euro angegeben, der Zuschuss lag bei 4850 Euro. Für 2023 werden die Einnahmen mit 2100 Euro noch einmal niedriger angesetzt. Die Ausgaben werden bei 8800 Euro liegen, sinken also auch. Die Zuschusssumme aber liegt dann bei den erwähnten 6700 Euro. „Der Zuschuss ist nötig, weil wir mit dem Geld Bestandsschutz betreiben und auch Ausgaben für die Pflege neuer Kulturen anfallen“, erläuterte Bürgermeisterin Daniela Meier mit dem Verweis auf sich ändernde Klimabedingungen. Diese erfordern es, dass auch Gemeindewälder mit Baumarten umgebaut werden, die mit sich ändernden Klimabedingungen wie etwa trockenen, heißen Sommern gut zurechtkommen. Es gelte, den Wald auch für kommende Generationen zu erhalten. Deshalb sei Pflege nötig. Diese werde nicht günstiger, meinte sie.

Steffen Aenis fragte nach, warum man nicht etwas mehr Holz einschlägt, denn schon letztes Jahr sei der Ertrag aus dem Wald ernüchternd gewesen. Die Marktlage sei angespannt, Holz sei gefragt, sagte er. Auf das Thema Käferholz ging Gerhard Wildschütz ein. „Soweit ich informiert bin, ist Käferholz als Bauholz einwandfrei zu verwenden – nur im Sichtbereich sieht es nicht schön aus. Ich verstehe nicht, warum das Käferholz stehen bleibt und nicht als Bauholz geschlagen und verkauft wird“, gab er als Anregung weiter. Meier will die Vorschläge und Fragen an den Forstbezirk Kandern weitergeben.

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