Sanierung der Kesslergrube Rückbau bis zum Sommer beendet

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Das Großprojekt Kesslergrube geht seinem Ende entgegen. Die Rückverfüllungsarbeiten (unser Bild) sind mittlerweile abgeschlossen. Die Böschung zum Rhein wurde bereits erstellt. Foto: Pressefoto Roche

Die Arbeiten für den Rückbau der gesamten Sanierungsinfrastruktur des von der Firma Roche sanierten Teils der Kesslergrube verlaufen planmäßig.

Damit kommen die Rückverfüllungsarbeiten auf dem ehemaligen Sanierungsgelände zu ihrem Abschluss. Um zu gewährleisten, dass der Untergrund für eine spätere gewerblich-industrielle Nutzung geeignet ist und gleichzeitig die notwendige Durchlässigkeit für das Grundwasser gewahrt bleibt, wurde das saubere Erdmaterial lagenweise eingebaut und verdichtet. Die Verdichtung wurde anhand vorgegebener DIN-Werte laufend kontrolliert und überprüft, teilt der Pharmakonzern mit. Bis voraussichtlich Mitte April wird das Gelände nun profiliert und in seinen ursprünglichen topografischen Zustand zurückversetzt. Die Böschung zum Rhein wurde bereits erstellt. Der unmittelbare Uferbereich wird von Anfang Juli bis Anfang August nach der Laichzeit der Fische fertiggestellt.

Brunnen werden angelegt

Um anhand von Messungen die abnehmenden Konzentrationen und Frachten von Schadstoffen nach der Sanierung nachzuweisen und zu dokumentieren, werden derzeit auf dem sanierten Areal Brunnen angelegt, in denen später Grundwassermessungen erfolgen. Anfang Februar haben die Bohrungen für die insgesamt 25 neuen Grundwassermessstellen begonnen. Um die dabei entstehenden Lärmemissionen auf die unmittelbare Nachbarschaft möglichst gering zu halten, werden unter anderem mobile Lärmschutzwände eingesetzt. Ab Mitte März erfolgen die Bohrarbeiten für die fünf Tiefenmessstellen im Muschelkalk. Dies ist die erste Gesteinsschicht auf dem Grund der wiederverfüllten Gruben. Dazu wird ein eigens dafür ausgerüstetes Spezialbohrgerät eingesetzt. Laut derzeitiger Planung können die Bohrarbeiten bis Anfang April abgeschlossen werden.

Sonstiges

Im Bereich des Schiffsanlegers wurde in den vergangenen Wochen Erdmaterial für die Vorschüttung eingebracht, welche die zukünftige Flachwasserzone schützen wird. Um die genaue Lage des eingebrachten Materials zu ermitteln, ist eine abschließende Echolotmessung im Rhein durchzuführen. Zudem wurde in den vergangenen Wochen auf der ehemaligen Logistikfläche der Asphalt entfernt und zur Entsorgung abtransportiert.

Ausblick

Ende April sollen der Rückbau abgeschlossen, das Sanierungsgelände inklusive des Rheinufers profiliert und Messstellen für die behördlich angeordnete, fortlaufende Grundwasserkontrolle installiert sein. Zu diesem Zeitpunkt werden sämtliche Rückbaumaßnahmen abgeschlossen und das Gelände vollständig geräumt sein.

Lärmschutzwände

Roche wird laut Mitteilung auch zukünftig alles daransetzen, sowohl Verkehrsaufkommen als auch Lärmemissionen möglichst gering zu halten. So werden die Sanierungsarbeiten mit einem umfangreichen technischen und organisatorischen Lärmminderungskonzept begleitet. Lärmintensive Arbeiten werden zeitlich so umgesetzt, dass es nur in kurzen Zeitperioden zu erhöhten Lärmemissionen kommt. Im Rahmen der Sanierung lassen sich Lärmemissionen und Baustellenverkehr trotz entsprechender Gegenmaßnahmen nicht gänzlich vermeiden, heißt es in der Mitteilung.

Das Unternehmen weist abschließend darauf hin, dass alle Arbeiten nur montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr ausgeführt werden.

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