SC Freiburg Gäste-Blitzstart ist zu wenig

Janina Minge (rechts) erzielt in Wolfsburg das zweite Freiburger Tor.Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Der SC Freiburg hat am 17. Spieltag der Frauen-Bundesliga seine Auswärtspartie beim VfL Wolfsburg knapp mit 2:3 (1:2) verloren.

Wolfsburg (pd/nod). Mit nur einer personellen Änderung gingen die SC-Frauen in das Spiel gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Wolfsburg. Für Samantha Steuerwald stand am Sonntag Meret Wittje in der Startelf. Ansonsten hielt SC-Coach Daniel Kraus an der Formation fest, die sich im Pokalhalbfinale der Eintracht aus Frankfurt knapp geschlagen geben musste.

Nachdem Tabellenführer Bayern München am Vortag in seiner Abendpartie patzte und gegen die TSG Hoffenheim nach einer 2:0-Pausenführung noch mit 2:3 unterlag, wollten die Gastgeberinnen die Gunst der Stunde nutzen, um wertvollen Boden im diesjährigen Titelrennen gut zu machen. Durch einen Sieg über den Sport-Club hätte das Team von Wölfinnen-Coach Stephan Lerch nur noch zwei Zähler Rückstand auf die Kickerinnen von der Isar und somit die große Chance, das Scheuer-Team durch einen Sieg beim noch anstehenden direkten Aufeinandertreffen doch noch kurz vor der Ziellinie abzufangen.

Der Sport-Club erwischte einen Blitzstart. Es waren gerade einmal zwei Minuten auf der Uhr, da klingelte es im Wolfsburger Gehäuse. Ereleta Memeti setzt sich auf der linken Außenbahn in einem Zweikampf per Pressschlag durch und bediente die besser postierte Hasret Kayikci. Handlungsschnell erkannte Kayikci, dass Wolfsburgs Torfrau Katarzyna Kiedrzynek zu weit vor ihrem Tor stand, und überlupfte diese aus 25 Metern gefühlvoll zur 1:0-Führung für die Breisgauerinnen.

Der VfL zeigte sich jedoch nur kurz geschockt und suchte seinerseits wie erwartet sein Heil in der Offensive. In der achten Spielminute zeigte sich dann die Cleverness der Wölfinnen. SC-Schlussfrau Lena Nuding wollte einen sicher geglaubten Ball aus dem eigenen Sechzehner spielen. Dies antizipierte Ewa Pajor, die Nuding sofort anlief, den Schlag nach vorne blockte und so unglücklich angeschossen wurde, dass das Spielgerät von ihrem rechten Knie zum 1:1-Ausgleich in die Freiburger Maschen prallte.

Das Team von SC-Coach Daniel Kraus wirkte jedoch weiterhin sehr gut organisiert, verteidigte leidenschaftlich und setzte selbst ab und an gezielte Nadelstiche Richtung Wolfsburger Strafraum. Bis zur 24. Minute hielt der Freiburger Defensivriegel, ehe Alexandra Popp sich auf der linken Seite durchtankte und mit einem klugen Querpass erneut Ewa Pajor fand. Diese hatte keine Mühe, den Ball aus kürzester Distanz zur 2:1-Führung für den VfL einzuschieben.

Das Team von VfL-Trainer Stephan Lerch sorgte gleich nach Wiederanpfiff für den nächsten Aufreger. Ingrid Engen fasste sich ein Herz, zog ab, und erneut hatte der Sport-Club „Pfostenglück“ welches den dritten Treffer für die Wolfsburgerinnen verhinderte.

Zehn Minuten später baute der VfL dann doch seine Führung aus. Svenja Huth wurde im Freiburger Strafraum von Felicitas Rauch per Steckpass bedient, umkurvte die herauseilende Lena Nuding und schob aus spitzem Winkel zum 3:1 für den VfL ein. Wer nun aber dachte, dass die Partie entschieden wäre, wurde in der 75. Spielminute eines Besseren belehrt. Nach einem Eckball von der linken Seite nickte die am zweiten Pfosten stehende SC-Spielerin Janina Minge zum 2:3 aus Freiburger Sicht ein.

SC-Trainer Daniel Kraus zum Match: „Nach perfektem Beginn war es natürlich um so ärgerlicher, dass wir Wolfsburg einen einfachen Ausgleichstreffer ermöglichten. Wir haben uns zu wenig getraut, selbst Fußball zu spielen, hatten zudem viele leichte Ballverluste und mussten dementsprechend viel verteidigen. In Halbzeit zwei haben wir das wesentlich besser gemacht und sicherlich auch ein wenig Glück beim 2:3 gehabt. Letztlich ging der Sieg der Wolfsburgerinnen in Ordnung, war am Ende eines interessanten Spiels nicht unverdient.“

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