Schallbach Altholzbestände im Fokus

Alexandra Günzschel
Der Wald erholt sich allmählich. Foto: Silke Hartenstein

Einstimmig hat der Schallbacher Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Betriebsplan 2022 für den Gemeindewald befürwortet. Am Jahresende soll dem Zahlenwerk zufolge ein kleiner Überschuss in Höhe von 2600 Euro stehen.

Von Alexandra Günzschel

Schallbach. Dies freilich setzt die Abwesenheit von Unwägbarkeiten wie etwa Stürmen voraus, mit denen bei der Waldbewirtschaftung zu rechnen ist.

Geplant ist der Einschlag von 350 Festmetern aus Altholzbeständen bei Maugenhard im äußersten Nordwesten des Gemeindewalds. Das ist etwas mehr als das ausgeglichene Einschlagszoll von knapp 340 Festmetern. Auch zufällig anfallendes Holz, etwa geschädigte Lärchen oder Eichen, wird gefällt.

Von Seiten der Forstbehörde werden die seit dem Frühjahr anhaltenden Niederschläge einerseits begrüßt, da sie nach drei Trockenjahren für eine Entspannung der Situation gesorgt haben. Um die tiefer liegenden Reserven wieder aufzufüllen, wäre darüber hinaus ein schneereicher Winter sowie ein weiteres regnerisches Jahr wünschenswert, heißt es im Bericht zum Wald. Auf der anderen Seite würde dies aber auch die Forstarbeiten erschweren, die dann aufwendiger und teurer wären als in den Vorjahren.

Investiert werden soll für 8700 Euro in die Kultursicherung und Jungbestandspflege, unter Bevorzugung solcher Baumarten, die für die jeweiligen Standorte geeignet erscheinen.

Für die Wegeunterhaltung sind wie jedes Jahr 4000 Euro eingeplant. Mit den dafür eingesetzten Maschinen sollen auch Waldbiotope gepflegt und womöglich neu angelegt werden.

Größter Ausgabeposten ist mit 12 000 Euro die Ernte der Forsterzeugnisse. Aus dem Verkauf des Brenn- und Nutzholzes werden rund 34 000 Euro an Einnahmen erwartet. Hinzu kommt eine staatliche Zuwendung in Höhe von 3000 Euro.

Negativ im Haushaltsplan bemerkbar macht sich der Umstand, dass nach dem langwierigen Kartellverfahren die Förster nicht mehr vom Land gestellt werden dürfen. Vielmehr würden die in Anspruch genommenen Leistungen nun auf die Nutznießer umgelegt, wie Bürgermeister Christian Iselin anmerkte.

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