Von Walter Bronner Schallbach. Das war schier zu viel des Guten, was der Gesangverein Schallbach in das Programm seiner Jahresfeier gepackt hatte. Liederreigen, Kindermusical, Zauberschau und Ehrungen waren die Zutaten zu einem langen Abend, der hohen Unterhaltungswert besaß und bei dem sowohl der neue Dirigent Markus Koch als auch die ebenfalls noch neue Vorsitzende Gisela Sütterlin sozusagen ihre „Feuerprobe“ absolvierten. Beide taten das mit aller Bravour, wobei sich der Chorleiter zwischendurch auch als brillanter Pianist profilierte. Dies nämlich beim Auftritt der Kinderchöre „Notenhopser“ und „Ohrwürmer“, die unter der profunden Regie von Nicole Rösch im hinreißend inszenierten Musical „Amanzi“ als adrett geschminkte und kostümierte Tierwelt Afrikas von A wie Affe bis Z wie Zebra die Bühne belebten und nach melodiös beklagter langer Durststrecke mit einem neuen Lied endlich den ersehnten Regen herabbeschworen. Mit stürmischem Beifall belohnte das Publikum die ansprechende Darbietung. Zuvor hatten die singenden Kinder gemeinsam mit dem Erwachsenenchor und von Siegfried Bürgelin am Klavier begleitet mit dem munteren „Schön ist es“ die Gäste begrüßt. Zuverlässiger Partner am Tasteninstrument war Bür­gelin auch im chorischen Hauptteil des Abends. Dieser stand unter dem Motto „Blühendes Leben“ und bot im ersten Liedblock so vertraute Weisen wie „Wenn die Sonne erwacht…“ (Peter Flammen), „Erlaube mir, fein‘s Mädchen“ (Johannes Brahms), „Welche Farbe hat die Welt“ (Christian Bruhn) und „Frühlingstag“ (Alex Link). Noch populärer geriet nach der Pause das Finale, das in die Welt der Schlager, Operetten und traditioneller Folklore entführte und mit Titeln wie „Wenn der weiße Flieder…“, „Tulpen aus Amsterdam“ und „O happy day“ die Hörerschaft zum Mitsummen animierte. Viel Spaß hatte das Publikum zwischendurch an den verblüffenden Zaubertricks von Willy Wonder, der aus einer vermeintlich leeren Einkaufstüte farbenfrohe Tücher und Präsentpäckchen in Klarsichtpackung herauskramte, ähnlich verblüffende Kabinettstückchen mit einer Pappröhren- und Schirmnummer vorführte und schließlich mit diversen farbigen Pülverchen das Wasser in einer Glasschale schwärzte und wieder aufhellte. Eine üppig bestückte Tombola bereicherte den humorbetonten Anlass, der mit Ausnahme der Ehrungen (siehe gesonderten Bericht auf dieser Seite) nächstes Jahr am Samstag, 11. Januar, wiederholt wird.