Schallbach Die Chronik ist vollendet

Janine Ak

Eigentlich sollte nach der vierten Auflage Schluss sein. Nun hat der in Schallbach lebende Rentner Helmut Ebner die fünfte und letzte Ausgabe seiner „Geschichte der Familie Kern“ herausgebracht. Neu ist ein Abriss zur Gießerei Bernauer in Zell.

Von Janine Ak

Schallbach. Fünf Jahre seines Lebens hat Helmut Ebner bei der Maschinenbau-Firma Kern in Lörrach gearbeitet. Für ihn waren es prägende Jahre. Denn nach der Metallfachschule begann er dort im Jahr 1961 die Lehre zum Maschinenschlosser. „Ich erhielt einen soliden Grundberuf für mein ganzes Leben“, sagt er rückblickend.

Später hat er sich beruflich weiterentwickelt, war bei Roche Modellbautechniker und Konstrukteur und zuletzt in im Informatikbereich in vielen Teilen der Welt im Einsatz, bevor er 2004 mit 58 Jahren in den Vorruhestand gegangen ist.

Man sollte besser sagen, in den Unruhestand. Denn der heute 76-Jährige widmet sich mit großer Begeisterung, Ausdauer in der Recherche und viel Liebe zum Detail seit zweieinhalb Jahren der Familiengeschichte seines ersten Chefs Julius Kern.

Die Firma hatte dessen Großvater Leonhard 1842 gegründet. 1992 ging sie nach genau 150 Jahren Konkurs. Das private Video, das die Mitarbeiter damals zum Abschied über die Firma Kern gedreht haben, hat sich Helmut Ebner auf VHS-Kassette „mehr als 20 Mal“ angeschaut.

Ebner, selbst ein „Kerner“, ist aber nicht wehmütig. Vielmehr sucht er die Spuren im heutigen Stadtbild von Lörrach, und findet sie etwa im schmiedeeisernen Gitter rund um die Villa Aichele. Oder im Kandertal: „Fast in jedem Dorf steht heute noch eine alte Kern-Drehbank“, weiß er. Etwa zum Reparieren von Traktoren-Teilen.

Ein Dreivierteljahr ist seit dem Erscheinen seines vierten Bands der Familienchronik vergangen. Im nun druckfrischen fünften Band hat er 50 weitere Seiten ergänzt. Auf ihnen widmet er sich vor allem einem geschichtlichen Abriss der Gießerei Bernauer in Zell im Wiesental. „ich möchte das Wissen für Jüngere und Ältere festhalten“, sagt Ebner.

Eines Tages habe er im Hieber-Markt in Lörrach eingekauft, und „es hat es Klack gemacht: Ich wusste, meine Fräsmaschine, die muss in der heutigen Obstabteilung gestanden haben“.

Inhaber Jörg Hieber kennt er mittlerweile persönlich Ihm möchte er bald ein Exemplar seiner neuen Chronik schenken.

Und ein neues Projekt hat er auch schon in Aussicht.

 Wer das 200 Seiten starke, hart gebundene Werk mit zahlreichen Bildern und Abbildungen historischer Dokumente für 20 Euro kaufen möchte, meldet sich bei Helmut Ebner per E-Mail an die Adresse ebnerh@gmx.de.

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