Schallbach Die Hauptperson war verhindert

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Martin Gräßlin wurde im Gemeinderat verabschiedet, war aber nicht dabei.               Foto: zVg

Schallbach (sih). Die Verabschiedung des früheren Bürgermeisters Martin Gräßlin war bereits am 2. Dezember aus familiären Gründen verschoben worden. Nun, in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag, war Gräßlin erneut verhindert, diesmal aus beruflichen Gründen, wie der amtierende Bürgermeister Christian Iselin mitteilte. Sofern die Coronalage es zulasse, werde die Verabschiedung nachgeholt, sagte Iselin.

Das Abschiedsgeschenk konnte nicht überreicht werden, die Abschiedsrede des Wahlleiters und jetzigen Bürgermeisterstellvertreters Volker Fischer fand ohne den zu Würdigenden statt. Zehn Zuhörer waren zur Sitzung gekommen. Fischer bedauerte, dass die Coronalage keinen angemessenen Rahmen für die Verabschiedung zuließ. Dennoch wolle man Gräßlins Wirken für die Gemeinde Schallbach würdigen: „Er hat die Gemeinde nach innen und außen souverän vertreten.“

Fischer zählte die wichtigsten Projekte und Anschaffungen unter Gräßlins Führung auf. Gräßlins Amtszeit dauerte vom 1. Dezember 2013 bis zum 30. November 2021. In diesen acht Jahren wurde das Baugebiet „Hüttstall II“ geplant und umgesetzt. Gräßlin war beteiligt bei der Projektgruppe Erol, die das Maßnahmenpaket für Schallbachs Schutz vor Starkregen und Hochwasser ausarbeitete.

Das Rathaus wurde für die Anschlussunterbringung Geflüchteter umgebaut und die Verwaltung zog um in das Erdgeschoss. Des Weiteren wurde das Kanalnetz kostengünstig mit Kunststoffinliner repariert und saniert, ein neues Spielplatzkonzept bei der Schule und der Straße „Hinter der Eich“ erstellt, der Sporthallenboden nach einem Wasserschaden erneuert, der Außenbereich des Kindergartens vergrößert und die Schulbeleuchtung auf LED umgestellt.

Für die Feuerwehr wurden ein neues Fahrzeug, eine Tragkraft-Spritze sowie Gerätschaften für den Öl- und Hochwasserschutz angeschafft. Auch beim kürzlich eingeweihten Bouleplatz war Gräßlin federführend.

Fischer würdigte Gräßlins sparsames Wirtschaften mit den Gemeindefinanzen und seinen Einsatz dafür, dass die Gemeinde immer wieder Spenden erhielt – so auch für die Feuerwehr und den Bouleplatz.

Er schloss mit den Worten: „Wir danken ihm für seine Arbeit und seinen Einsatz und wünschen ihm und seiner Familie für die Zukunft alles Gute.“

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