Schallbach Eine gesunde Gemeinde

Auch das wird den aktuellen Haushalt finanziell belasten: 30 000 Euro kostet die vom Landkreis geforderte barrierefreie Umgestaltung der Bushaltestelle Foto: Rolf Rhein Foto: Weiler Zeitung

Die Gemeinde Schallbach ist nach wie vor schuldenfrei. Aber die sehr guten Jahre sind vorbei und die Konjunktureintrübung geht auch am Haushalt von Schallbach nicht spurlos vorüber. Da Schallbach eine finanziell und strukturell gesunde Gemeinde ist, fällt aber der Ergebnishaushalt nach wie vor positiv aus und auch mittelfristig ist mit einem solchen Ergebnis zu rechnen.

Von Rolf Rhein

Schallbach. Vorgestellt wurde der Haushalt 2020 in der jüngsten Sitzung des Schallbacher Gemeinderats von Patrick Grun, dem neuen stellvertretenden Kämmerer des Verwaltungsverbands Vorderes Kandertal. Den im Ergebnishaushalt zu erwartenden ordentlichen Erträgen in Höhe von 1,740 Millionen Euro stehen Aufwendungen von 1,739 Millionen Euro gegenüber. Das ergibt einen Überschuss von 1653 Euro.

Die Einnahmen aus Steuern und Zuweisungen sinken gegenüber 2019 mit rund 45 000 Euro von 1,18 auf 1,13 Millionen Euro. Die restlichen Einnahmen generieren sich aus Gebühren oder Überschüssen aus kommunalen Eigenbetrieben.

Im Gegenzug steigen die zu zahlenden Umlagen deutlich an. Diese haben sich mit 652 000 Euro gegenüber dem Vorjahr um rund 80 000 Euro erhöht. Der größte Einzelposten auf der Ausgabenseite ist der Kindergarten mit einem Zuschussbedarf von rund 145 000 Euro. Der Rest gliedert sich in die üblichen Aufwendungen wie Straßenerhalt, Abwasser, Grundschule und so weiter.

Liquidität schrumpft um 600 000 Euro

Der Finanzhaushalt wird voraussichtlich mit einem Fehlbetrag von rund 250 000 Euro abschließen und damit die Liquidität der Gemeinde auf etwa 617 000 Euro schrumpfen lassen. Grund hierfür ist, dass sämtliche Investitionen aus Eigenmitteln finanziert werden.

Der Löwenanteil entfällt dabei mit 270 000 Euro auf die Erschließung und den Grunderwerb im Neubaugebiet „Hüttstall“. Mit Abstand folgen mit 30 000 Euro die vom Landkreis geforderte barrierefreie Umgestaltung der Bushaltestelle und einige kleinere Maßnahmen im Bereich von 15 bis 20 000 Euro.

Da ab 2021 keine größeren Investitionen anstehen soll die Liquidität, laut Grun, bis 2023 wieder auf etwa 1,18 Millionen Euro ansteigen und damit wird bis dahin auch der Finanzhaushalt wieder positiv abschließen.

Besonders erfreulich sei, dass die Gemeinde Schallbach im normalen Verwaltungsbetrieb einen Zahlungsmittelüberschuss von rund 110 000 Euro und somit eigenständige Liquidität erwirtschaftet habe. Dies sei ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Gesundheit einer Gemeinde, schloss Grun seine Ausführungen. Bemerkenswert ist auch, dass die ganze Haushaltsdebatte in einvernehmlicher Atmosphäre und ohne Einwände von Seiten Rat oder Verwaltung erfolgte.

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